Linz2050

Aufbauend auf innovativen Projekten aus den Bereichen "Smart Metering", E-Mobilität, Energieeffizienz in Gebäuden und IKT wurde in diesem Vorhaben, mit Hilfe relevanter Stakeholder der Stadt, eine ganzheitliche Vision des Energiesystems im Jahr 2050 entwickelt. Gemeinsam mit ExpertInnen wurden daraus eine Roadmap für 2020 sowie ein konkreter Aktionsplan für die Jahre 2012 bis 2015 entworfen.

Ausgangssituation

Die Landeshauptstadt Linz ist mit 190.000 EinwohnerInnen wirtschaftliches und politisches Zentrum des Bundeslandes Oberösterreich. Die Industriestadt setzt seit Beginn der 1980er-Jahre energische Schritte zur Verbesserung des ökologischen Umfeldes. Innovative Aktivitäten unterschiedlichster Art zeigen, dass in Linz bereits intensiv an intelligenten und nachhaltigen Energiesystemen gearbeitet bzw. geforscht wird. Unter anderem wurde bereits 2008 mit der Einführung von „Smart Metering“-Systemen begonnen, Projekte wie „eSECH“ arbeiten daran den Energieverbrauch im privaten Wohnbau zu senken und die „Clean Motion Offensive“ zeigt die intensive Auseinandersetzung mit E-Mobilität. Diese Ansätze wurden in einem integrierten Gesamtkonzept vereinigt, im großen Systemkontext verstanden und somit den Weg zu einer „Smart City“ Linz ebneten. Als Basis für diese Herangehensweise diente ein partizipativer Stakeholder-Prozess, der sich in drei Stufen (= Foren) gliederte.

Erarbeitete Vision

Ein kurzer Ausschnitt aus der Gemeinschaftsvision für Linz 2050 lautet beispielsweise: „Von oben fällt sofort ins Auge, dass sich die Verkehrs- und Versorgungsrouten in Linz stark verändert haben. Die Wege werden nicht mehr wie früher von Nord nach Süd durch das Zentrum, sondern in einem ringförmigen Verkehrskonzept um die Stadt geleitet.“ Erweitert wurde die qualitative Vision um quantitative Ziele für Linz, welche bis 2030 und 2050 angestrebt werden sollen. Zu den gemeinsam definierten Indikatoren „Reduktion der CO2-Emissionen pro Kopf“, „Ausreichende Eigenerzeugung aus erneuerbarer Energie zur vollständigen Deckung des Strombedarfs bzw. des Raumwärmebedarfs“, sowie „Steigerung der Energieeffizienz“ wurden entsprechende prozentuale Ziele festgehalten.

Erarbeiteter Maßnahmenplan

Als weiterer Konkretisierungsschritt der entwickelten „Roadmap 2020+“ erfolgte in einem dritten Forum im Februar 2012 eine zeitlich orientierte Aufstellung von Maßnahmen, die in einem Aktionsplan für 2012 bis 2015 formuliert wurden. Der inhaltliche Fokus lag somit in der Formulierung konkreter Aktionsvorschläge, die bereits umgesetzt worden sind.
Die Stakeholder beschäftigten sich mit Fragen wie: „Welche Aktionen haben wir in den Leitthemen bis 2015 erfolgreich umgesetzt?“, „Was haben wir dabei erreicht?“ und „Was ist anders im Vergleich zu heute?“. Darüber hinaus machte man sich konkrete Gedanken zu „Wer hat was – und wann – zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen?“ und welche Hindernisse dabei zu überwinden waren.
Projekte und Maßnahmen wurden priorisiert, „Muss“-Aktionen, Mehrwert und Alleinstellungsmerkmale wurden herausgearbeitet. Im Leitthema „Rahmenbedingungen“ ist unter anderem die Schaffung einer „Smart-City-Koordinationsstelle“ im Jahr 2013 und im Leitthema Energieeffizienz beispielsweise die Bewusstseinsbildung durch Visualisierung der Energieverbräuche über „Energy-Displays“ konkretisierend festgehalten worden.

Ausblick

Zentrales Ergebnis des letzten Forums war ein „Action Plan“, welcher als Grundlage für die Formulierung und Konzeption von Demonstrationsprojekten dienen sollte. Die Ergebnisse des gesamten Stakeholderprozesses wurden den politischen Entscheidungsträgern als Grundlage für die weitere Ausrichtung der Stadt Linz zum Thema „Smart City“ vorgelegt.
Parallel dazu wurde im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts „Grüne Mitte Linz“ ein erstes großes Demonstrationsvorhaben mit den drei Schwerpunkten „Smart Citizens, Smart Buildings und Smart Mobility“ in Vorbereitung gegeben, welches im Masterplan für das innerstädtische Stadtentwicklungsgebiet Trendzone Linz-Mitte eingebettet war.

Zuletzt aktualisiert am 05/15/2020

Linz in den Medien 2014

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

DI Richard Kitzberger
AIT Austrian Institute of Technology GmbH – Energy Department

Tel: +43(0)50 550-6656
Mobil: +43(0)664 815 79 50

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail