GUGLE Wien Penzing u. Alsergrund

Der GUGLE–Masterplan als technische Feasibiltystudie der Bezirke Penzing & Alsergrund zielt auf eine ganzheitliche Vorgehensweise ab, welche alle Aspekte einer Smart City und alle Formen nachhaltiger Energiedienstleistungen abdeckt. Er dient als Vorlage für zukünftige Demonstrationsprojekte und bildet die wissenschaftliche Basis für innovative Maßnahmen und Kooperationen zur Umsetzung ambitionierter energiepolitischer Zielsetzungen für 2020/2050.

Ausgangssituation

Städte wie Wien sind zur Erreichung energiepolitischer Zielsetzungen verpflichtet. Der GUGLE-Masterplan leitet sich aus der Notwendigkeit ab kollektive Handlungen auf regionalen, nationalen und EU-Ebenen durchzuführen und berücksichtigt nachfrageseitige Bedürfnisse im urbanen Umfeld, wie auch innovative Technologielösungen und Maßnahmen, die der Nachhaltigkeit verpflichtet sind.
Obwohl der Übergang zu nachhaltigen Lebensformen allgemein anerkannt ist, scheint es schwer zu sein, das etablierte System zu ändern. GUGLE entwickelte darum adäquate Konzepte und Strategien entwickeln und setzte diese in zwei Wiener Bezirken in Form von „Bottom-Up-Approaches“ um. Der Masterplan dient als Vorlage für die Anbahnung von Demonstrationsprojekten und bildet die wissenschaftliche Basis für innovative kurz- (2015) und mittelfristige (2030) Maßnahmen und Kooperationen zur Umsetzung ambitionierter langfristiger Energieszenarien in Wien für 2020/2050.

Erarbeitete Vision

Abgeglichen mit dem smarten Wiener Gesamtkonzept bezieht sich GUGLE auf die Vision und Zielsetzungen des „smart city Wien“-Projekts. In diesem Projekt wurde eine Roadmap für Wien entwickelt, in der Potenziale aufgezeigt werden, die das Erreichen ambitionierter nationaler und internationaler Energie- und Klimaziele für 2020 und 2050 ermöglichen.
Das „Smart City Wien“-Projektteam schlägt verschiedene Aktivitäten vor, welche die urbane Erweiterung, Mobilität, Neubau und Gebäudesanierung, die Nutzung verschiedener Energiearten und energiespezifisches Nutzerverhalten thematisieren. Darauf aufbauend zielt der GUGLE-Masterplan auf eine ganzheitliche Vorgehensweise für die Wiener Bezirke Penzing und Alsergrund ab, welche alle Aspekte einer modernen Bezirksentwicklung und alle Formen nachhaltiger Energiedienstleistungen abdeckt.

Erarbeiteter Maßnahmenplan

In der Integration und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen lagen die Anstrengungen und in ihrer bereichsübergreifenden Abstimmung das Optimierungspotenzial für beide Bezirke. Das galt insbesondere für die gravierende Steigerung der Energieeffizienz in allen untersuchten Bereichen (Energieinfrastruktur, Mobilität, Information & Kommunikation, Gebäudebestand wie auch Stadt & räumliche Region). Maßnahmen für den Einsatz von Erneuerbarer Energieträger sind zwar wichtig, werden aber kleiner ausfallen. Eine enge Zusammenarbeit mit der „Smart City Wien“-Initiative ist mit den involvierten Wiener Magistratsabteilungen 18 und 20, wie auch mit GUGLE Partnerstädten vereinbart.

Ausblick

Die Aufwertung der städtischen Gebiete im allgemeinen und der Wiener Bezirke Penzing und Alsergrund im Speziellen durch Modernisierung des Gebäudebestands, Integration erneuerbarer Energiegewinnung und nachhaltigere Gestaltung der Mobilität hat dazu beitragen, dass kurzfristig die Treibhausgasemissionen in Stadtquartieren unter das Niveau von 1990 fielen und mittelfristig Vorzeigeprojekte die gewünschte Marktausweitung auf Basis empirischer Ergebnisse beschleunigen können. Die im GUGLE-Masterplan vorgeschlagenen Zukunftsszenarien und Maßnahmen sind nicht neu. Der Wert dieser Arbeiten (Masterplan und publizierbarer Endbericht) besteht in der Abstimmung mit wesentlichen Stakeholdern, die Kernmitglieder des GUGLE-Teams sind und in der Spezifizierung als auch Quantifizierung für ihre möglichst breitflächige Umsetzung in den beiden Bezirken.

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Zuletzt aktualisiert am 05/15/2020

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

Univ. Prof. DI Dr. Martin Treberspurg
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für konstruktiven Ingenieurbau, Arbeitsgruppe ressourcenorientiertes Bauen

Tel: +43(0)1 47654-5260

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail