Smartes und resilientes Leibnitz (Cool Leibnitz)

Leibnitz ist eine rasch wachsende Stadt. Dies führt – wenn nicht Gegenmaßnahmen geplant und umgesetzt werden - zu einem steigenden Verkehrsaufkommen, erhöhtem Energieverbrauch, einer Reduktion von Grünflächen durch die Nachverdichtung und Sorgen der BürgerInnen bzgl. der zuziehenden Menschen. Der Innovationsgehalt liegt in der Sichtung von kommunalen Potenzialen, in der Bündelung der Kräfte und des Know-how der Bürgerbeteiligung und der Expertisen. Das Projekt basiert auf dem Ideenkatalog des im Juni 2017 vorläufig abgeschlossenen Bürgerbeteiligungs-prozesses „Leibnitz 2030“.

Ausgangssituation

Leibnitz ist eine rasch wachsende Stadt. Ohne qualitätssteuernde Gegenmaßnahmen werden Zuzug und Nachverdichtung zu einem steigenden Verkehrsaufkommen, erhöhtem Energieverbrauch, einer Reduktion von Grünflächen und nicht zuletzt zu einer abnehmenden Lebensqualität für die BürgerInnen führen. Damit das Wachstum von Bevölkerungszahl und Wirtschaftsleistung qualitätsvoll und nachhaltig gelingt, steht Leibnitz somit vor einer dreifachen Herausforderung: 1) Die Potenziale zu erhalten, 2) den Wandel zu gestalten, 3) und Entwicklungen gezielter und langfristiger zu steuern, so dass sie auch beim Eintreten externer Störungen und Krisen weiterverfolgt werden können.

Ziele & Ergebnisse

„Cool Leibnitz“ verfolgte das Ziel, die zahlreichen themenspezifischen Vorarbeiten und Fachkonzepte (u.a. Verkehrskonzept, räumliches Leitbild, Energiekonzept, Gartenkonzepte des städtischen Wirtschaftshofes, Baulandmobilisierung, Hochwasserschutzkonzepte, Grunderwerb durch die öffentliche Hand, Konzept des Wirtschaftsverbandes WISTA SÜD) in einem kooperativen Prozess entlang der Infrastrukturebenen zu verschränken und zu einem integrativen Smart City Umsetzungskonzept zu verdichten. Das Projekt basiert wesentlich auf dem Ideenkatalog des Bürgerbeteiligungsprozesses „Leibnitz 2030“, der im Jahr 2017 vorläufig abgeschlossen wurde. Für Leibnitz heißt „smart“ auch „resilient“. Deshalb lag ein Schwerpunkt der Sondierung auch auf Möglichkeiten der Klimawandelanpassung und berücksichtigte den Erhalt und Ausbau innerstädtischer grüner Infrastruktur, integrierte Energieversorgungssysteme sowie neue Optionen des Zusammenwirkens zwischen Stadt, Investoren und BürgerInnen. Wechselseitiges und interdisziplinäres Lernen sowie Aufbau von zusätzlichem Knowhow durch Dialog standen dabei im Vordergrund. Als Ergebnis der Sondierung hat die Stadt Leibnitz die Weichen für eine resiliente, smarte Stadt gestellt. Die entsprechenden Rahmen-bedingungen für die Realisierung des Smart City Umsetzungskonzepts wurden geschaffen (relevante Akteure einbinden, Partnerschaften bilden, Commitments einholen, …). Erste Maßnahmen (u.a. Planungsleitfaden) wurden bereits in der Konzeptionsphase prototypisch in Kooperation mit den Betroffenen umgesetzt.

Innovation

Der Innovationsgehalt liegt in der Sichtung von kommunalen Potenzialen, in der Bündelung der Kräfte und des Know-how der Bürgerbeteiligung und der Expertisen. Das Projekt basiert auf dem Ideenkatalog des im Juni 2017 vorläufig abgeschlossenen Bürgerbeteiligungsprozesses„Leibnitz 2030“. In erster Linie sind die nachstehenden Fachkonzepte zu koordinieren und mit den Ideen des Bürgerbeteiligungsprozesses abzugleichen: die Vertiefung des Verkehrskonzeptes, das räumliche Leitbild der Stadtgemeinde, die Neuerstellung des Energiekonzeptes, die Gartenkonzepte des städtischen Wirtschaftshofes, die Baulandmobilisierung, die Hochwasserschutzkonzepte, der Grunderwerb durch die öffentliche Hand, und das Konzept des Wirtschaftsverbandes WISTA SÜD. Für die Ausarbeitung der konkreten technischen Umsetzungen steht an der Spitze die neue integrierte Energieversorgung und Grüne Infrastruktur. Im Zusammenwirken der Investoren, der Stadt und der User/BürgerInnen wird das im Rahmen der Sondierung vertiefend konkretisiert.Für Leibnitz heißt „smart“ auch „resilient“. Deshalb ist ein Schwerpunkt bei der Entwicklung des Konzeptes darauf hin ausgerichtet, extremen Wetterereignissen (Sommerhitze, Starkregen) vorbereitet entgegentreten zu können. Das Projektdesign ist auch insofern einzigartig, als es sämtliche Instrumente nutzt und aufeinander abstimmt, die geeignet sind, das Stadtklima zu verbessern.

Summary

Leibnitz, a town in the South of Styria, Austria, is a fast growing community. Unless Leibnitz will implement adequate preventing measures, that growth will lead to increasing traffic, energy consumption, reduction of public green spaces – due to redensification and last but not least to citizens’ concern regarding influx of new citizens into the town.The project’s innovative approach lies in classification of communal potentials, combine competencies and expertise in citizens’ involvement and expertise. The project is predicated on the catalogue of ideas, created in the course of the citizens’ involvement process “Leibnitz 2030”, that is currently closed. On first sight, the following concepts need to be coordinated and aligned with the ideas of the citizens’ involvement process: consolidation of the traffic concept, the town’s spatial concept, generation of the energy concept, concepts for public green for the town’s infrastructure department, increase availability of building area; flood control facilities, purchase of land by public authorities, and finally the concept of WISTA SÜD – Business Location South Styria. To evolve the concrete technical implementation, the new, integrated energy supply /green infrastructure will form the spearhead. Particularly in the field of heat supply an area-wide turnaround a demonstration project will be implemented, providing ‘100 % renewable energy from waste heat and biomass’ for the urban area, resulting in a relevant greenhouse gas reduction. The project will concretize this concept in cooperation with users/citizens, the investors and the administration. For Leibnitz ‚smart‘ also means ‚resilient‘. Therefore, a main target of the project aims at developing a concept to face extreme weather situations (summer heat, torrential rains) in a prepared manner. The project’s design is also unique in this aspect, using all available instruments that are apt to improve the urban climate, and harmonizing those instruments.

Zuletzt aktualisiert am 09/10/2019

Projektdaten – Einstiegsprojekt im 9. Call

Projektstart: 01.02.2018
Projektende: 31.01.2019
Genehmigte Förderung: € 49.501
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 65.989

Konsortium

Stadtgemeinde Leibnitz (Konsortialführer)
StadtLABOR Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH
HC-Heigl Consulting ZT GmbH
Dr.Wolfgang Arnold Horn

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung DP Ing. Holler Astrid Stadtgemeinde Leibnitz +43 (0) 3452 82423 - 156 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail