Active Innsbruck

Aufbauend auf Ergebnissen, kombiniert mit zusätzlichem technologischen Input wollte Innsbruck im Rahmen eines breiten Stakeholder-Prozesses Vision, Roadmap & Action Plan entwickeln, um die künftige Energie-Entwicklung zu bestimmen und quantitativ evaluierbar zu machen. Schwerpunkt wurde auf die Identifizierung von Maßnahmenpaketen gelegt (Energie, Gebäude, Mobilität, Versorgungsnetze, Information).

Ausgangssituation

Innsbruck, geographisch begrenzt durch die Alpen, ist sich der Wichtigkeit, die Entwicklung dieses Lebensraumes auf nachhaltige Weise voran zu treiben, bewusst. Diese Überzeugung wurde in den letzten Jahren in Form von Studien, Umwelt- und Stadtentwicklungsplänen aufgezeigt. Der jüngste Schritt in diese Richtung erfolgte durch die Erarbeitung des Innsbrucker Energieentwicklungsplans (IEP) in den Jahren 2008-2011, in dem ein Vorbildszenario für die Wärmebereitstellung im Gebäudesektor bis 2025 vorgeschlagen wurde. Um einerseits wichtige Energiethemen zu betrachten, die im IEP explizit nicht behandelt wurden (Verkehr, Stromerzeugung), und andererseits einen konkreten Aktionsplan zu erarbeiten, wurde das Projekt Active Innsbruck initiiert.

Erarbeitete Vision

Die Vision einer holistischen Energieidentität für 2050 ist nur durch eine Gesamtbetrachtung des Systems Stadt möglich, in dem die Bereiche Energie, Gebäude, Versorgungsnetze, Mobilität, Information und die Menschen integriert betrachtet werden. Am 26. September 2011 hat das FORUM 1 allen Stakeholdern einen Rahmen angeboten, um eine langfristige, qualitative Energie-Vision für die Stadt Innsbruck zu entwickeln, die an den IEP für 2025 anschließt.
Ca. 80 ExpertInnen und BürgerInnnen haben gemeinsam Antworten auf die Fragen „Wie möchte ich, dass die Stadt 2050 aussieht?“ und „Was kann mein Beitrag in dieser Entwicklung sein?“ entwickelt. Als Leitziel kristallisierte sich das Leben in der postfossilen Gesellschaft heraus – in einer Stadt mit hoher Lebensqualität und sorgsamem Umgang mit allen Ressourcen, wo Vielfalt in Landschaft und Gesellschaft bei gleichzeitiger Einfachheit in Technologiesystemen herrscht. Diese Werte ziehen sich durch die Leitthemen Verkehr, Energie und Gebäude. Im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals soll sich die Stadt Innsbruck als Forschungs- und Bildungszentrum für Energieinnovationen und Klimaanpassung im Alpenraum positionieren. Die Vision wird auch grafisch kommuniziert, um die angestrebten Merkmale Innsbrucks 2050 bildhaft zu veranschaulichen.

Erarbeiteter Maßnahmenplan

Der Aktionsplan besteht hauptsächlich aus einer detaillierten Präsentation der ausgewählten Leuchtturmprojekte, die in Bezug auf spezifische Ziele, Zuständigkeiten, Umsetzungszeitraum, Finanzierungskonzept und Beitrag zur Erreichung der allgemeinen Ziele ausgearbeitet wurden. Einige sehr umsetzungsnahe Projekte verfügen schon über detaillierte Finanzierungspläne, weil diese bereits vor dem Smart City Projekt initiiert wurden. Andere Projekte sind noch in der Studien- bzw. Machbarkeitsprüfungsphase.
Der Aktionsplan und ausgewählte Maßnahmen daraus wurden am 28. Februar 2012 im FORUM 2 den Stakeholdern präsentiert und mit diesen diskutiert.
Für die Umsetzungsstruktur wurden für das Jahr 2012 ca. 120.000 € veranschlagt; für erste Maßnahmen im Bereich „Information und Bewusstseinsbildung“ wurden zusätzlich ca. 100.000 € vorgeschlagen. Das Vorbildszenario des IEPs wurde vom Stadtsenat unter Kenntnis der veranschlagten Kosten in der Höhe von ca. 5 bis 7 Mio. € beschlossen.

Ausblick

Um „Active Innsbruck“ bzw. den Innsbrucker Energieentwicklungsplan voranzutreiben, war Folgendes geplant:

  • Weiterbearbeitung des Projektes mit Kernteam und Steuerungsgruppe
  • Konkretisierung der Maßnahmen in den Umsetzungsteams „Anreizförderungen“ und „Information und Bewusstseinsbildung“
  • Durchführung der ersten Leuchtturmprojekte gemäß Aktionsplan

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Zuletzt aktualisiert am 05/15/2020

Innsbruck in den Medien 2013

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

Maga Beatrix Frenckell-Insam
Stadt Innsbruck, MA III, Amt für Verkehrsplanung, Umwelt; Referat für Umwelttechnik und Abfallwirtschaft

Tel: +43(0)512 5360-5173

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail