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G'scheite G'schichten #8 August 2018

Newsticker

Projekt

Sustainable Development for Austria. Smarte Stadtentwicklung in Österreich
durch verstärkte Ausrichtung auf die SDGs (SD4Austria)

Im Rahmen von „SD4Austria“ werden die
Implikationen der UN Agenda 2030 für die Akteure der smarten Stadtentwicklung in
Österreich dargestellt. Dadurch wird eine Grundlage für die Integration der Perspektiven und Zielsetzungen der Sustainable
Development Goals (SDG) im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Smart Cities Initiative entwickelt.

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Veranstaltung

Vernetzungstreffen aller laufenden
Projekte der Smart Cities Initiative

Das Thema der Integration der Globalen Nachhaltigkeitsziele in die Stadtentwicklung österreichischer Kommunen spielt am 24. Oktober 2018 eine zentrale Rolle.

Klimafonds-Initiativen

Smart Cities Demo – Living Urban
Innovation 2018

Die Smart Cities Initiative des Klima- und Energiefonds orientiert sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen und unterstützt
deren Umsetzung auf lokaler und regionaler Ebene. Die Einreichfrist des heurigen Calls läuft bis zum 22.10.2018.

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#8 August 2018 - Aus global mach lokal

Mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) haben sich die Vereinten Nationen auf ihren kleinsten gemeinsamen Nenner zur globalen Entwicklung geeinigt. Doch was bedeuten globale Ziele von 193 Staaten auf der ganzen Welt für Österreichs Gemeinden?

Am 1. Januar 2016 traten die siebzehn Ziele zur Sicherung einer weltweit nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene in Kraft. Eine gute Basis, sicher. Aber damit ist noch nichts getan. Es liegt nämlich immer noch an uns, die Ziele auf den lokalen Kontext zu übersetzen und vor allem: sie dann auch umzusetzen!

Tobias Rogalli vom Österreichischen Institut für nachhaltige Entwicklung forscht zur Bedeutung der Sustainable Development Goals (SDG) für Österreichs nachhaltige Stadtentwicklung: „Städte haben einen großen Ressourcenverbrauch, und so spielen die SDGs in Städten eine wichtige Rolle“. Denn: Städte können „… mit Herausforderungen wie Energie, Verkehr, Klimaschutz, aber auch sozialen Themen wie Bildung oder leistbares Wohnen vorangehen und zeigen, wo es hingeht“, streicht Rogalli die Bedeutung smarter österreichischer Städte für die Erreichung der SDG hervor.

Ziele lokal verstehen

Die erste Herausforderung bei dem Vorhaben, die SDG umzusetzen ist, sie im jeweiligen lokalen Zusammenhang zu verstehen: „Bei manchen Zielen ist es nicht einfach, zu erkennen: Was bedeutet das für mich in meiner Stadt oder Gemeinde? Zum Beispiel den Hunger zu beenden. Das muss man erst einmal herunterbrechen, den Kontext herstellen: Wo ist das bei mir relevant? Wo gibt es Armut? Wie ist die Lebensmittelversorgung?“, so Rogalli. Erst dadurch wird ersichtlich, wie lokalen Herausforderungen im Sinne der Globalen Nachhaltigkeitsziele begegnet werden kann.

Personalmangel bremst Umsetzung

Die Realität sieht freilich anders aus: Speziell kleineren Städten fehlt das Personal, um sich überhaupt mit den UN-Zielen auseinandersetzen zu können. Im Zuge der Erhebungen für die Klimafonds-Studie SD4Austria stellte das Team fest, „… dass es häufig keine entsprechenden Ansprechpersonen gibt oder die Ressourcen fehlen, um Daten aufzubereiten, die als Grundlagen dienen können. Wenn man sich Ziele zum Ressourcenverbrauch oder zu erneuerbaren Energien setzen will, braucht man eine Datengrundlage, damit man dann konkret sagen kann: „Wir wollen 80% erneuerbare Energien im Jahr 2030 erreichen““.

Ziele zentral übersetzen

Rogalli empfiehlt daher, an zentraler Stelle, wie beispielsweise den Vernetzungsplattformen der Städte, die Übersetzungsarbeit auf den österreichischen Kontext zu übernehmen. Das erleichtert es den kleineren und mittelgroßen Städten, die Globalen Nachhaltigkeitsziele in Form eigener Ziele und Maßnahmen in ihre Entwicklungsstrategien einzuarbeiten. So führt beispielsweise die schweizerische „Energiestadt“, das Pendant zu den österreichischen e5-Gemeinden, derzeit ein Pilotprojekt durch, die SDG auf den regionalen und lokalen Kontext in der Schweiz umzusetzen. Die e5-Gemeinden ziehen in Erwägung, dies sodann für Österreich zu adaptieren.

Bestehendes den Zielen zuordnen

Bis dahin ist es mitunter nicht so schwierig wie es scheinen mag, die Gobalen Nachhaltigkeitsziele im Kleinen umzusetzen. Man kann damit ansetzen, Vorhaben, Maßnahmen und Wirkungen, die in der Gemeinde bereits bestehen, dem System der SDG zuzuordnen, „… so dass man versteht: Aha, möglicherweise gibt es in meiner kleinen Stadt bereits Wirkungen. Dann sieht man: Hier tun wir schon viel zum Thema Klimaschutz, da beschäftigen wir uns mit erneuerbaren Energien usw.“, skizziert Rogalli.

SDG als Leitbild für die Stadtentwicklung

So lassen sich beispielsweise Maßnahmen wie die Umstellung der Stadtbeleuchtung auf LED oder effizienter Ressourceneinsatz und Recycling dem SDG-Unterziel 9.4 zum Thema Modernisierung von Infrastruktur, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs dem Unterziel 11.2 zum Thema öffentlicher Verkehr, partizipative Planungsprozesse dem Unterziel 11.3 zum Thema inklusive Siedlungsplanung oder öffentlich-private Interaktionen dem Unterziel 17.17 zum Thema Multi-Akteur-Partnerschaften zuordnen. Damit ist bereits ein wichtiger Schritt getan, denn so geben die globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung Orientierung bei der lokalen Entwicklungsplanung. Als Leitbild erleichtern sie die Koordination nachhaltiger Entwicklung auf allen Ebenen, motivieren, und unterfüttern den verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Stadtentwicklung mit von den Vereinten Nationen bestätigter globaler Relevanz.

 

“Ours can be the first generation to end poverty – and the last generation to address climate change before it is too late.”

(Ban-Ki Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär)

 
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