ZuZugLeben

Zug um Zug zum Lebensraum – Partizipative, soziale und klimaresiliente Vita-lisierung von Arbeitersiedlungen der ÖBB

Ausgangssituation

Die ÖBB steht vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren mehr als 10.000 neue Mitarbeiter:innen aufzunehmen. Gleichzeitig ist die ÖBB Eigentümerin von rund 6.000 Arbeiterwohnungen in ca. 540 Ge-bäuden. Ziel der ÖBB ist, diese Arbeiterwohnungen als Benefit für neue Mitarbeiter:innen zu etablie-ren. Derzeit werden Gebäude und Wohnung zu einem zeitgemäßen Wohnungsstandard saniert. Der Bedarf von künftigen Arbeitswohnung geht jedoch über die Bereitstellung von Wohnraum hinaus; für junge Mitarbeiter:innen muss ein attraktiver Lebensraum angeboten werden. Gerade diese Personengruppe hat höhere Ansprüche was den Lebensraum betrifft (von Schlafen am Tag bis Kinderbetreuung an Wo-chenenden).

Ziele & Ergebnisse

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Zukunftbildes für Arbeitersiedlungen, ein Prototyp für parti-zipative und klimaresiliente Vitalisierung von ÖBB Wohnsiedlungen und die Realisierung von Pilotumset-zungen im Experimentierraum in den Mariazellerhöfen in St. Pölten. Die Anforderungen dieses Lebens-raums sollen gezielt auf die Bedürfnisse von Schichtarbeiter:innen der ÖBB abgestellt werden. Im Rah-men von Co-Creation Prozessen werden zusammen mit künftigen Bewohner:innen die Bedürfnisse für standortbezogene, ressourcenschonende Services für Schichtarbeiter:innen definiert (Hausmeister 3.0, Co-Working Space, Food Coop, klimafreundliche Mobilitätsangebote, sowie Fitness-, Bewegungs- und Sportangebote etc.). Für die Bewohner:innen und deren Familien wird ein neuartiges sozioökonomi-sches Mietmodell entwickelt. Die Konzernziele der ÖBB für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität werden in einer interdisziplinären Lösung für Hitzeresistenz mit Perspektive 2070 und dem klimaneutralen Quar-tier umgesetzt. Ziel ist die Transformation des ÖBB Wohnprogrammes für die Sanierung der Arbeitersiedlungen hin zu integralen, interdisziplinären und klimaresilienten Lösungen, unter Berücksichtigung der (künftigen) Bewohner:innen. Die Transformation soll für potentielle neue ÖBB Mitarbeiter:innen Anreize stiften, in diese Quartiere einzuziehen. Der Prototyp dieser modernen Arbeitersiedlung wird im Stadtbaustein der Mariazellerhöfe umgesetzt: Hier wird die Lösung der Hitzeresistenz mit Perspektive 2070, das klimaneutrale Quartier und der multi-funktionalen Nutzungskonzept in einem Gebäude und dem angrenzenden Hofbereich realisiert. Gleich-zeitig werden die ressourcenschonenden Services für Schichtarbeiter:innen im gesamten Hof gestartet und etabliert. Die neuen Bewohner:innen können das neuartige sozioökonomische Mietmodell in An-spruch nehmen. Der Impuls in diesem Stadtbaustein führt zur Umsetzung der Lösung in den anderen Gebäuden im Hof und zu einer Qualitätsvereinbarung mit der

Zuletzt aktualisiert am 02/04/2022

Projektdaten – Umsetzungsprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.05.2022
Projektende: 30.04.2025
Genehmigte Förderung: € 496.546
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 1.067.842

Konsortium

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft (Konsortialführer)
realitylab gmbh HERRY Consult GmbH
HERRY Consult GmbH
e7 Energie Markt Analyse GmbH
grünplan gmbh Ingenieurbüro für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
Ernst RAINER - Büro für resiliente Raum- und Stadtentwicklung
S&P Architekten ZT GmbH

Ansprechpersonen

Projektleitung Arch. DI Gerald Mitterbäck ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail