Smartes Wohnen für Generationen – multidimensionale Transformationsprozesse im Wohnquartier mitgestalten (WOGE Demo)

Das Demonstrationsprojekt begleitete einen Modernisierungs- und Nachverdichtungsprozess in einer Wiener Wohnanlage der 1970er Jahre mit innovativen Maßnahmenbündeln, die soziale, technologische, bauliche und klima- und energierelevante Aspekte miteinander verbanden, um einen Mehrwert für BewohnerInnen und Quartier zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus lag auf der alterns- und generationengerechten Gestaltung des Projekts und der sensiblen Begleitung der Transformationsprozesse durch Kommunikation und Partizipation für die BewohnerInnen. Eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung erforschte den sozialen Impact der Maßnahmen, ein technisches Monitoring entwickelte Modelle für die Messung des Klima- und Energie-Impacts. Die Projektergebnisse wurden im Rahmen von zwei Online-Stakeholderworkshops diskutiert und verbreitet und in fünf themenspezifischen Leitfäden publiziert.

Ausgangssituation

Städte sind heute mit vielfältigen Entwicklungsprozessen konfrontiert, die sie vor neue Herausforderungen stellen. In der Stadt Wien treffen ein starker Zuzug und ein Wachstum der Stadt auf einen fortschreitenden demographischen Wandel und einen Anstieg an älterer Bevölkerung. Die Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere nach leistbarem, gefördertem Wohnraum steigt. Neben Neubau ist auch die Nachverdichtung und Modernisierung von Wohnanlagen ein zentrales Thema, wobei insbesondere Siedlungen aus den 1950er bis 1970er Jahren in den Fokus der Stadtentwicklung und Stadterneuerung gelangen. Immer wichtiger werden dabei auch die Anforderungen an alternsgerechtes Wohnen und an die partizipative Mitgestaltung von (älteren) BewohnerInnen in Wohnanlage und Quartier. Gleichzeitig bietet sich die Chance, in Zeiten des Klimawandels, auch Klima- und Energieherausforderungen im Quartier mit innovativen sozialen und technischen Lösungen zu begegnen. Das Demonstrationsprojekt war im Kontext dieser übergeordneten Themen wachsende Stadt, alternsgerechtes Wohnen, Sanierungsbedarf im geförderten Wohnbau der Nachkriegszeit, Klima- und Energieherausforderungen und Partizipation von BewohnerInnen verortet. Konkret beschäftigte sich das Demonstrationsprojekt mit einem Nachverdichtungsprozess in einer Wiener Wohnanlage der 1970er Jahre, um diesen mit innovativen Maßnahmenbündeln zu begleiten und einen Mehrwert für BewohnerInnen und Quartier zu ermöglichen.

Ziele & Ergebnisse

Ziel des Demonstrationsprojekts war die konkrete Umsetzung der Maßnahmenbündel in der Wohnanlage Meißauergasse 2a, 1220 Wien. Zudem wurden Erkenntnisse aus dem Projekt an Wohnbauträger, ProzessbegleiterInnen, Städte und weitere Stakeholder weitergegeben – mittels Stakeholderworkshops und abschließenden Leitfäden zur partizipativen und energieeffizienten Nachverdichtung und Modernisierung.

Innovation

Das Umsetzungsvorhaben nahm die partizipativ mit den BewohnerInnen erarbeiteten Themen des vorausgegangenen Sondierungsprojekts zum Ausgangspunkt, um innovative Maßnahmen in der Wohnanlage umzusetzen, die die Bedürfnisse der (älteren) BewohnerInnen ernst nahmen und weitere Möglichkeiten zur Partizipation eröffneten. Die Maßnahmen zielten immer sowohl auf einen sozialen als auch auf einen klima- und energierelevanten Impact ab und insbesondere auf den innovativen Mehrwert, der aus der Verschneidung unterschiedlicher Themen und Handlungsfelder entstand. Dabei wurden soziale, technologische, bauliche und klima- und energierelevante Lernerfahrungen für weitere Projekte generiert und verfügbar gemacht.

Summary

Cities today are facing a variety of developments and new challenges. In Vienna urban growth and strong immigration go parallel with demographic change and an increase in older population. Accordingly demand for housing, especially for affordable, subsidized housing, is increasing. In addition to new constructions, densification and modernization of already existing housing estates are key issues. Especially housing estates from the 1950s to the 1970s become the focus of urban development and urban renewal. Housing demands of the elderly as well as participation of (elderly) residents in their neighbourhoods are becoming increasingly important. At the same time there is the opportunity to find innovative approaches towards climate and energy challenges in the neighbourhoods in times of climate change. The demonstration project was located in the context of these overarching topics: growing city, housing for the elderly, modernization of subsidized housing estates of the post-war period, climate and energy challenges and participation of residents. Specifically the demonstration project dealt with a densification and modernization process of a Viennese housing estate built in the 1970s. The project formulated innovative sets of measures for increasing the quality of life of the residents and the neighbourhood. The demonstration project took main topics and issues of the participation process of the previous exploratory project as starting point. It aimed at implementing innovative measures in the housing estate that took the needs of the (older) inhabitants seriously and open up further possibilities for participation. The measures aimed for both a social and a climate and energy impact and in particular for the innovative value added by the intersection of different themes and issues. In doing so, social, technological and climate- and energy-relevant learning experiences were generated and made available for further projects.

Zuletzt aktualisiert am 02/26/2021

Projektdaten – Umsetzungsprojekt im 9. Call

Projektstart: 29.07.2018
Projektende: 31.01.2022
Genehmigte Förderung: € 321.974
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 615.762

Konsortium

Caritas der Erzdiözese Wien - Hilfe in Not (Konsortialführer)
SCHWARZATAL – Gemeinnützige Wohnungs- & Siedlungsanlagen GmbH
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)
FH Campus Wien – Verein zur Förderung des Fachhochschul-, Entwicklungs- und Forschungszentrums

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung Lukas Botzenhart, MA Caritas der Erzdiözese Wien - Hilfe in Not +43 (0) 664 4624289 E-Mail
Projektleitung Dipl.-Ing. Dr. Katharina Kirsch-Soriano da Silva Caritas Stadtteilarbeit +43 (0) 664 8427818 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail