Sustainable Development for Austria: Smarte Stadtentwicklung in Österreich durch verstärkte Ausrichtung auf die SDGs

Ziel der F&E Dienstleistung „SD4Austria“ war es, die Implikationen der 2016 in Kraft getretenen UN Agenda 2030 für die Akteure der smarten Stadtentwicklung in Österreich darzustellen und dadurch eine Grundlage für die Integration der Perspektiven und Zielsetzungen der Sustainable Development Goals (SDGs) im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Smart Cities Initiative zu entwickeln. Das Ziel wurde durch: a) Die Identifikation der für eine smarte Stadtentwicklung in Österreich wesentlichen SDGs sowie deren strategischen, methodischen und thematischen Ansatzpunkte und Interdependenzen; b) Die Sichtbarmachung des Beitrags der im Rahmen der Smart Cities Initiative durchgeführten Umsetzungsprojekte sowie der darüberhinausgehenden Stadtentwicklungsprojekte zu den SDGs; und c) die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Klima- und Energiefonds zur verstärkten Integration der SDGs im Rahmen der Smart Cities Initiative sowie zur Erhöhung ihrer Sichtbarkeit, erreicht.

Ausgangssituation

Das Projekt „SD4Austria“ möchte die Brücke bauen zwischen den Anforderungen an eine smarte Stadtentwicklung in Österreich und der 2016 in Kraft getretenen UN Agenda 2030. Diese hat mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) auf globaler Ebene die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt. Obwohl die Agenda 2030 zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine smarte Stadtentwicklung bietet, bedarf es einer Übersetzung der Implikationen dieses politischen Dokuments für die heimischen Stadtentwicklungsakteure. Diese Übersetzungsleistung will SD4Austria erbringen, indem eine Grundlage für die Integration der Perspektiven und Zielsetzungen der SDGs im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Smart Cities Initiative geschaffen wird. So werden einerseits die für eine smarte Stadtentwicklung in Österreich wesentlichen SDGs identifiziert und neue, relevante (strategische, thematische, methodische) Ansatzpunkte für die Zielgruppen der Smart Cities Initiative aufgezeigt. Andererseits werden die Beiträge der im Rahmen der Smart Cities Initiative durchgeführten Umsetzungsprojekte sowie die Beiträge weiterer smarter Stadtentwicklungsakteure in Österreich zu den SDGs (international) sichtbar gemacht. Schließlich werden mit Hilfe von ExpertInnen fundierte, konkrete, innovative und realisierbare Handlungsempfehlungen für den Klima- und Energiefonds abgeleitet, die es erlauben, bestehende und zukünftige Smart-City Vorhaben verstärkt auf die SDGs auszurichten.

Ziele & Ergebnisse

In einem ersten Schritt werden die für eine nachhaltige Entwicklung der österreichischen Städte und Gemeinden relevanten Themen und Aktionsfelder identifiziert, die von der UNAgenda 2030 mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen und 169 Unterzielen adressiert werden. Außerdem werden die Querverbindungen zwischen der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der SDGs und den Schwerpunktthemen und Handlungsfeldern der Smart Cities Initiative sichtbar gemacht. Dies ermöglicht es einerseits herauszufinden, welche konkreten Teilaspekte für die smarte Stadtentwicklung in Österreich vorrangig von Bedeutung sind und andererseits, neue Ansatzpunkte zu identifizieren, die für die österreichischen Zielgruppen der Smart Cities Initiative interessant sein könnten. Als Ergebnis der Analyse wird eine auf die Smart Cities Initiative bezogene Auswahl aus den SDGs vorliegen, sowie eine Begründung, warum diese speziell für die Zielgruppen des Programms relevant ist. In einem zweiten Schritt wird der Frage nachgegangen, inwiefern österreichische Akteure – sei dies im Rahmen der Smart Cities Initiative oder darüber hinaus – bereits einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs leisten. Hier soll einerseits der Beitrag der im Rahmen der Smart Cities Initiative durchgeführten Umsetzungsprojekte zu den SDGs identifiziert und sichtbar gemacht werden und dabei insbesondere auch Ansatzpunkte für gute Praxis aus laufenden oder bereits abgeschlossenen Smart City Demo-Projekten destilliert werden. Anderseits gilt es herauszufinden, inwiefern sich weitere Stadtentwicklungsakteure in Österreich (abseits der Smart Cities Initiative) auf den strategischen Rahmen der Agenda 2030 beziehen. Eine konkrete Formulierung von Handlungsoptionen und Maßnahmenempfehlungen wird schließlich die erwarteten Ergebnisse abrunden.

Innovation

SD4Austria unterstützt die Programmstrategie des Klima- und Energiefonds im Schwerpunkt 8 („Smart Cities und Sustainable Development Goals: Anknüpfungspunkte und Projektpotentiale“) und dient dadurch der strategischen Neu-Ausrichtung des KLIEN in Bezug auf die SDGs. Die Problemstellung wird mittels der kritischen Analyse der derzeitigen Initiativen (sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Stadtentwicklung) im Bereich SDGs und Smart Cities beantwortet. Die Meinung ausgewählter, relevanter Akteure wird im Ansatz integriert. Da es sich um eine ausgeschriebene F&E Dienstleistung handelt, bei der die relevanten Forschungsfragen vorgegeben sind und damit die Ergebnisse direkt dem Auftraggeber nutzen, wird auch die Umsetzung bzw. Verwendung der Ergebnisse die vom Auftraggeber vorgesehenen Kanäle verfolgen. Im Rahmen der Zwischen- aber vor allem der Endpräsentation jedoch können gemeinsam weitere Schritte zur optimalen Nutzung der Ergebnisse diskutiert und abgestimmt werden. In AP 4 wird dem Thema Dissemination große Aufmerksamkeit geschenkt, denn hier sollen Maßnahmen abgeleitet und empfohlen werden, die der besseren (internationalen) Sichtbarkeit der Smart Cities Initiative und ihrer Beiträge zu den SDGs dienen. Hier werden Vorschläge und Meinungen vom SDG-Board sowie weiteren ExperInnen (vgl. Round Table) einfließen. Außerdem werden gemäß Ausschreibung geeignete Präsentationsmöglichkeiten für die Projektergebnisse sondiert (vgl. die Recherche zu (inter-)nationalen Events mit SDGBezug). Mögliche weitere Verbreitungsmaßnahmen könnten auch Veranstaltungen in Verbindung mit z.B. europäischen Forschungsförderungs-Netzwerken wie etwa „JPI Urban Europe“ sein.

Summary

The project "Sustainable Development for Austria - Smarter urban development in Austria through increased focus on the SDGs", in short: SD4Austria, builds a bridge between the UN Agenda 2030 and the requirements for smart urban development in Austria. The increasing urbanization worldwide and the associated infrastructural requirements, resource consumption, pollutant emissions, waste generation, etc. are not only a major challenge that smart, sustainable urban development - also in Austria - has to deal with. "Smart" urbanization, in keeping with the Smart Cities movement, is one of the six major transformation processes on our globe to be used to achieve Sustainable Development Goals (SDGs), according to the current TWI2050 report (IIASA, 2018).

zuletzt aktualisiert am 09.04.2019

Zuletzt aktualisiert am 02/26/2021

Projektdaten – Begleitprojekt im 9 Call

Projektstart: 01.02.2018
Projektende: 31.10.2018
Genehmigte Förderung: € 24.990
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 24.990

Konsortium

ÖIN - Österreichisches Insitut für nachhaltige Entwicklung (Konsortialführer)

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung Univ.-Lektor Dr. Alfred Strigl ÖIN - Österreichisches Insitut für nachhaltige Entwicklung +43 (0) 1 52468470 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Smartcities E-Mail