Strasshof 2021

Ausgangssituation

Klimawandel, zunehmende Verstädterung und Nachverdichtungen nicht nur im innerstädtischen Raum erfordern neue Wege und Lösungsansätze zur Steigerung der Lebensqualität und des Lebens- und Wohnkomforts. Die städtischen Räume, welche auch im Umland von Großstädten vorzufinden sind, bewirken per se Temperaturerhöhungen, dies wird durch Klimaveränderung aber noch verstärkt. Durch den hohen Anteil versiegelter Oberflächen wird die Verdunstung reduziert, während gleichzeitig die Sonneneinstrahlung auf Gebäude- und Straßenoberflächen gespeichert wird. Die Folgen des Klimawandels ausgeprägt vor allem durch Extremwetterereignisse (Hitze-, Trockenperioden/Starkregenereignisse) sind vor allem in Städten und deren Umfeld spürbar. Das Pflanzen einen wesentlichen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten und gleichzeitig das Wohlbefinden und die Lebensqualität erhöhen ist bereits durch zahlreiche Studien belegt. Vielerorts müssen Grünflächen allerding aufgrund der Wohnraumschaffung weichen. Immer mehr Menschen wählen ihren Wohnort außerhalb der Großstädte, wodurch die umliegenden Gemeinden durch starken Zuzug belastet werden.

Ziele & Ergebnisse

Ziele in einer Übersicht: * Erarbeitung von Maßnahmen und Möglichkeiten zu einem klimawandelangepassten Regenwassermanagement und folglich eine Verbesserung mikroklimatische Effekte im Siedlungsraum * Erarbeitung von Möglichkeiten einer klimawandelangepassten Bepflanzung bzw. Vegetationsausstattung beginnend bei klimawandelangepasster Pflanzenauswahl bis hin zur klimawirksamen Gestaltung mit Pflanzen * Erarbeitung eines Kriterienkatalogs und Lösungsansätzen für klimaangepasste Bebauungsplanung sowie Siedlungsentwicklung und -gestaltung * Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt und die Ergebnisse sowohl in der Fachöffentlichkeit als auch in der Bevölkerung, zur Sensibilisierung für diese Thematik, um Akzeptanz zu schaffen und eigene Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen * Vorbereitung auf ein F&E Demo Projekt, Erarbeitung des Projektdesigns sowie Festlegung der Indikatoren und Ziele

Innovation

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Verdichtung braucht es Ansätze der sommerlichen Hitze entgegenzuwirken. Das Sondierungsprojekt „Vorbereitung von klimawandelangepassten Planungsinstrumente und -prozessen für ein Smart Village“ beschäftigt sich daher mit der Anpassung des Bebauungsplans an klimawandelangepasste räumliche Planung, ingenieurbiologischen Maßnahmen zur lokalen Versickerung des Regenwassers sowie der klimawirksamen Gestaltung von Straßenbegleitgrün mit klimawandelangepasster Pflanzenauswahl. Durch intensive Recherchetätigkeiten werden Maßnahmen für die Bereiche klimawandelangepasster Bebauungsplan, Regenwassermanagement und Straßenbegleitgrün sondiert. Die Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die Gemeinde als Experimentierraum konzipiert und schaffen dort Potentialerhebungen und mögliche Maßnahmen. Die Gemeinde kann mit diesen Maßnahmen die Lebensqualität der Bevölkerung steigern und sich optimal auf den Klimawandel vorbereiten.

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Das Projektteam greift auf eigene Erfahrungen aus Vorprojekten (Greening UP, GRÜNEzukunftSCHULE, etc.), Erfahrungen mit Freiraumplanung, Regenwassermanagement, in der Arbeit mit Gemeinden (Raum Region Mensch) und aus der Literatur zurück. Entsprechend werden diese Erfahrungen und Ergebnisse als Grundlage für diese Sondierung herangezogen.

Stadt als Testbed nutzen

Im Projekt wird direkte mit der Marktgemeinde Strasshof an der Nordbahn zusammengearbeitet. Die Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die Gemeinde als Experimentierraum konzipiert und schaffen dort Potentialerhebungen und mögliche Maßnahmen für die Gemeinde. Die Bevölkerung wird in das Projekt stark einbezogen. Es findet zum einen eine Sensibilisierung für den eigenen Handlungsbereich statt und zum anderen wird die Wissensbasis in der Bevölkerung geschaffen, klimaange

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Das Projekt bewirkt verschiedene positive Auswirkung und kann durch die gesammelten Erfahrungen auf andere Gemeinden umgelegt werden. Vor allem während der Sommermonate soll durch klimarelevante Maßnahmen das Mikroklima verbessert werden und die Lebens- und Wohnqualität der BürgerInnen erhöhen. Die Gemeinde kann mit diesen Maßnahmen die Lebensqualität der Bevölkerung steigern und sich optimal auf den Klimawandel vorbereiten.

Summary

Climate change, increasing urbanization and redensification not only in inner-city areas require new ways and solution approaches for the increase of livability and the comfort of living. The urban spaces, which also can be found in the environs of large cities, cause an increase of temperature per se which is, in addition, intensified by the change in climate. Due to the high percentage of sealed surfaces the evaporation is reduces while at the same time the solar irradiation on building and road surfaces is stored. The consequences of climate change especially distinct by extreme weather events (heat, drought, heavy rain events) are primarily in cities and their environs noticeable. That plants accomplish an essential contribution to the fight against climate change and, at the same time, improve the well-being and livability which have been proven already by numerous studies. In many places, however, green areas lose ground because of creation of housing. More and more people choose their place of residence outside of large cities whereby the surrounding communities are burdened with severe influx. Against the background of climate change and increasing densification it needs approaches in order to work against summery heat. The exploratory study “Preparation of the 1st climate change adapted regional planning instruments” deals with the adaption of the local plan to climate change adapted spatial planning, soil bioengineering measures for a local infiltration of rainwater as well as climate effective design of roadside greenery with climate change adapted selection of plants. Through intensive research measurements for the areas climate change adapted local plan, rain water management and roadside greenery are probed. The research findings and the scientific discoveries are conceived for the community as experimental space and create surveys of potential and possible measures.

Zuletzt aktualisiert am 03/31/2020

Projektdaten – Einstiegsprojekt im 11. Call

Projektstart: 30.09.2020
Projektende: 31.08.2021
Genehmigte Förderung: € 49.859
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 71.229

Konsortium

B-NK GmbH Büro für nachhaltige Kompetenz (Konsortialführer)
Gemeinde Strasshof
RaumRegionMensch ZT GmbH
Dipl.-Ing. Ralf Dopheide e.U.

Ansprechpersonen

Projektleitung Dipl.-Ing.in Dr.in Bente Knoll B-NK GmbH Büro für nachhaltige Kompetenz +43 (0) 1 9908996 +43 (0) 676 6461015 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail