SmartSuburb Perchtoldsdorf u. Brunn a. Geb.

Das Projekt zielte auf eine Vision für „Null-Emissions-Städte“ ab. Hierbei wurden intelligente und umweltfreundliche Energietechnologien eingesetzt. Der Schwerpunkt lag auf der Integration bereits verfügbarer Technologien und der Berücksichtigung effizienter Energie-Nutzung (vor allem hocheffiziente Gebäude, Energieeffizienz in öffentlichen und privaten Einrichtungen), der Einbeziehung erneuerbarer Energien, Mobilität und Smart Grids.

Ausgangssituation

Die Gemeinden Perchtoldsdorf und Brunn am Gebirge sind im Großraum Wien gelegen und grenzen südlich an Österreichs Hauptstadt an. Sie sind Teil des niederösterreichischen Bezirks Mödling, der sich durch generell hohes Einkommen und steigenden Zuzug aus der Wiener Innenstadt bzw. dem Umland auszeichnet. Der Bezirk ist flächenmäßig klein, besitzt aber eine starke Wirtschaftsstruktur und das insgesamt höchste Steueraufkommen in Österreich.
Das Wiener Umland ist durch eine generell starke Dynamik und ansteigenden Energie- und Mobilitätsbedarf in den Gemeinden charakterisiert. Die derzeitige Energieinfrastruktur erfordert langfristig eine Neugestaltung um die Integration bestehender und erneuerbarer Energieträger zu erleichtern sowie ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Energieversorgung zu gewährleisten und damit für die zukünftigen Ansprüche einer modernen und effizienten Versorgung gerüstet zu sein.
Um diese und andere Herausforderungen zu bewältigen, wurde ein umfassender und innovativer Ansatz für eine Vision einer „intelligenten Stadt“ („Smart City“), oder besser einer „Smarten Suburbanen Region“ gewählt. In Bezug auf Entwicklung von Energiedienstleistungen und Infrastruktur – einschließlich der gesamten Stadt- und Raumplanung, die Energieversorgung und kommunale Dienstleistungen im allgemeinen – war es für die Gemeinden der Region essentiell, vermehrt Kooperationen zu suchen.
Das Projekt „SmartSuburb“ entwickelte eine Vision für die beiden teilnehmenden Gemeinden. Weiters wurde eine technische Durchführbarkeitsstudie zur Realisierung eines Demonstrationsprojekts erstellt. Dadurch wurden entstandene Synergien verstärkt genutzt.
Gemäß den Zielen des „Smart Energy Demo“ Programms für eine „Null-Emissions-Stadt“ wurden Energieversorger, Energie- und Mobilitätsdienstleister und Finanzierungsinstituten involviert, um neue Geschäftsmodelle innerhalb der Gemeinden für die Bereitstellung von intelligenten Lösungen zu testen (Strom, Wärme, Mobilität, etc.), um dadurch Erfahrungen zu sammeln und langfristige Entwicklungsrisiken zu minimieren.

Erarbeitete Vision

Bis zum Jahr 2050 sollen die CO2-Emissionen um bis zu 80% gegenüber 2010 gesenkt werden, dabei werden die Emissionen aus der Wärmeerzeugung stärker zurückgehen als jene der Stromerzeugung. Dem zugrunde liegt auch die Annahme, dass der motorisierte Verkehr zum Großteil durch Elektromobilität abgedeckt werden wird.

Ausblick

Durch die Definition einer gemeinsamen Vision bzw. Strategie von „SmartSuburb“ wurde der Rahmen geschaffen, in dem die verschiedensten Technologien (wie Energieerzeugung und -verteilung, Netze, E-Mobilität) umgesetzt werden konnten (Erstellung einer Roadmap). Dieser Schwung wurde in der ersten Phase genutzt und es konnte gemeinsam an konkreten Projekten gearbeitet werden um der Vision „Smart City“ näher zu kommen.
Um diesen Prozess in Gang zu halten, bzw. neue Anreize zu schaffen, wurden weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten unterstützend eingesetzt.

Zuletzt aktualisiert am 05/15/2020

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

DI Andreas Karner
ConPlusUltra GmbH

Tel: +43(0)1 525 20-288

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail