Smart-Region Stadt-Umland Süd Wien

Drei Partnergemeinden, zwei Entwicklungsgebiete, eine Region: Im Projekt „Smart Region Stadt-Umland-Süd“ erarbeiteten Baden, Mödling und Wiener Neudorf gemeinsam mit einem ExpertInnen-Team eine Vision, eine Roadmap, ein Maßnahmenpaket für einen 5-Jahres-Aktionsplan sowie Konzepte für Demovorhaben für die smarte Weiterentwicklung der jeweiligen Gemeinden und der Region.

Ausgangsituation

Das südliche Wiener Umland ist seit Jahrzehnten von einer Suburbanisierung geprägt, städtische Bevölkerung und Funktionen aus der Kernstadt wandern in das Umland ab, vorhandene Strukturen wurden großräumig überformt. Entsprechend den Prognosen der Statistik Austria wird sich diese Entwicklung auch in Zukunft fortsetzen. Die als Projektpartner beteiligten Gemeinden Baden, Mödling und Wr. Neudorf bilden Zentren in der bedeutendsten Entwicklungsachse von Wien und Umland, die durch hohe wirtschaftliche Dynamik und komplexe Pendelbeziehungen zwischen Großstadt und umliegenden Gemeinden, aber auch zwischen den Zentren untereinander gekennzeichnet ist. Die Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Raum, Energie und Gebäude sind daher gerade in dieser Region enorm.

Darüber hinaus wurden in den Städten Baden und Mödling brach liegende Areale identifiziert, die ein hohes Potenzial in Hinblick auf eine den Smart-City-Zielsetzungen entsprechende Stadterweiterung darstellen. Aufgrund der Größe bzw. Bedeutung der Areale haben jegliche Smart-City-Umsetzungen in diesen Bereichen auch extrem hohe regionale Relevanz. Die Gebiete stellen Hotspots bei der Weiterentwicklung der gesamten Region des südlichen Wiener Stadt-Umlands hin zu einer Smart Region dar.

Inhalte und Zielsetzungen

Angesichts dieser Ausgangslage verfolgte das Projekt SReg das Ziel, eine Basis für zukünftige Smart-City-Entwicklungen in der Region Stadt-Umland Süd zu schaffen sowie Hürden für die Umsetzung von Demonstrationsvorhaben zu beseitigen. Das Projekt soll längerfristig zum Ausbau von erneuerbaren Energien, zur Reduktion von Treibhausgasen, zur Forcierung nachhaltiger Mobilität, zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Senkung des Energieverbrauchs in der Region beitragen.

Projektergebnisse

  • Analyse und Zusammenfassung der Strategien der Region und der Gemeinden Baden, Mödling und Wiener Neudorf
  • Entwicklung und Abstimmung von je einer kommunalen Vision für Baden, Mödling und Wr. Neudorf sowie einer regionalen Vision
  • Erarbeitung von je einer Roadmap 2025 für Mödling, Baden und Wr. Neudorf, die die erwünschte Entwicklung des Energieverbrauchs je Sektor (Verkehr, Wärme, Strom) im Sinne eines Zielerreichungspfads zeigt
  • Zusammenstellung und multidimensionale Bewertung von Smart-City-Maßnahmenkatalogen in den Bereichen „Mobilität“, „Gebäude- und Siedlungsentwicklung“, „Energie“ sowie „Kommunikation, Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung“
  • Ableitung eines Maßnahmenpakets für einen 5-Jahres-Aktionsplan für Baden und Mödling anhand der Auswertung der Maßnahmenbewertungen sowie punktueller Modellrechnungen zur Potenzialabschätzung und SWOT-Analysen der Maßnahmen
  • Vorbereitung möglicher Demovorhaben im Bereich der „Smart Mobility Services“ in Mödling und der „Smarten Lösungen zur Wärme- und Stromversorgung“ in Baden unter Anwendung der Methode „Smart City Canvas“
  • Zusammenstellung von Beispielsammlungen zu Mobilitätsplattformen, Kasernenumwandlungen und Biogasanlagen
  • Erstellung eines Prozessleitfadens, der die Erkenntnisse und Lernerfahrungen im Projekt bündelt und für weitere Gemeinden und Regionen in verständlicher, anwendbarer Form aufbereitet
  • Entwicklung der Methode „Smart City Canvas“ auf Basis des Business Model Development nach Osterwalder & Pigneur zur Ideenfindung und Konzeption von Smart-City-Projekten
Projektdaten – Sondierungsprojekt im 4. Call aus dem Jahr 2013
Projektstart: 01.10.2014
Projektende: 30.09.2015
Förderung genehmigt: € 98.800,–
Förderung ausbezahlt: € 91.227,–

 

Konsortium
NÖ Energie- und Umweltagentur GmbH (Konsortialführung)
Technische Universität Wien – Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe
Energiepark Bruck
Stadtgemeinde Baden
Stadtgemeinde Mödling
Marktgemeinde Wiener Neudorf

 

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Zuletzt aktualisiert am 05/11/2020

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

Projektleitung
DIin Susanne Supper
NÖ Energie- und Umweltagentur GmbH

Tel: +43(0)2236 86 06 64 523

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail