Smart Village Regau – Smarte und flexible Energieversorgung und -dienstleistung in einer neuen Wohnsiedlung in Regau

Smarte und flexible Energieversorgung und -dienstleistung in einer neuen Wohnsiedlung in Regau

Das Projekt „Smart Village Regau“ konzipierte in einem umfassenden systemischen Ansatz ein Testbed in Form einer smarten und flexiblen Wohnsiedlung in Regau. Das Testbed wurde zentral in die Weiterentwicklung der Region Vöckla-Ager eingebunden. Dieses Testbed war hierbei grundlegend konzipiert als Living Lab – in einer realen Wohnsiedlung mit hohem Wohnkomfort sollen grundlegend innovative neue Energieversorgungssysteme sowie Dienstleistungen im Realbetrieb getestet und technologisch, energetisch, ökologisch und soziotechnisch evaluiert und adaptiert werden.

Inhalte und Zielsetzungen

Themenschwerpunkt 1: Versorgung
Das Energieversorgungskonzept beinhaltet zum einen modernste Technologien wie Brennstoffzelle und Stirlingmotor, zum anderen auch energieeffiziente Gesamtlösungen, die für Wohneinheiten durch Speichersysteme und innovativem Lastmanagement eine bilanzielle Vollversorgung bzw. Plusenergielösung auf Basis erneuerbarer Energieträger realisieren.
Themenschwerpunkt 2: Kommunikation und Information
Der Themenschwerpunkt wurde im Projekt/im Konzept des Projekts vor allem über vier Komponenten abgedeckt:

  • Home-Automation-Systeme mit Smart-Power-Komponenten (inkl. Energie-Cloud und Smart Meter Interface)
  • Flexible Tarifsysteme mit intelligenter Energiemessung
  • Sichtbare/begehbare Energietechnikzentralen
  • Einbindung der BewohnerInnen, Berücksichtigung der Wohn- bzw. Nutzerzufriedenheit; Einbindung lokaler Stakeholder.

Themenschwerpunkt 3: Energienetze
Die Bereitstellung eines hohen Autonomiegrades über die Energieversorgungssysteme sollte im Demo-Projekt die Erprobung des Lastmanagements im Living Lab ermöglichen. Das Energienetz beinhaltet hierbei in der Konzeptionierung auch die Erprobung von Speichersystemen im Realbetrieb. Zudem wurden durch ein Home-Automation-System und flexible Tarifmodelle wiederum neue Lösungen in Form von Entlastungen des Energienetzes entwickelt.

Vorgehensweise und Ergebnisse

Vergleich unterschiedlicher Energietechnologien, Living Lab in einer Smart Grids Umgebung. Das Projekt „Smart Village Regau“ wurde vorzeitig beendet, weil das zu Grunde liegende Wohnbauprojekt abgebrochen wurde und es zu keiner Umsetzung des Projektes kam. Als Konsequenz liegen ausschließlich Zwischenergebnisse und methodische Ausarbeitungen vor.

Projektdaten – Umsetzungssprojekt im 4. Call aus dem Jahr 2013
Projektstart: 01.08.2014
Projektende geplant: 31.07.2017
Förderung genehmigt: € 1.130.700,–
Förderung ausbezahlt: € 188.470,–
Konsortium
Wohnungsunternehmen „Riedenhof“ Gesellschaft m.b.H. (Konsortialführung)
Energie AG Oberösterreich
Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
Loxone Electronics GmbH
doma elektro engineering gmbH
s_arquitex SCHREDER & PARTNER ZT GmbH
Planungsbüro Dipl.-Päd. Dipl.-HTL-Ing. Heinz Koberger

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Zuletzt aktualisiert am 05/11/2020

Ansprechpersonen

Projektleitung

Wolfgang Ennser
Riedenhof Gesellschaft m.b.H.

Tel.: +43 (0) 7672 27720 401

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail