Smart City Vienna – Liesing Mitte

Ausgehend von Vision und Roadmap wurden Umsetzungsprojekte identifiziert. Mit den Städten Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam und Gran Lyon wurde ein internationales Städtekonsortium aufgebaut.

Ausgangssituation

Liesing Mitte ist eines der 13 Stadtentwicklungsgebiete in Wien, welches wiederum aus drei höchst unterschiedlichen Gebietsteilen (In der Wiesen, Atzgersdorf Zentrum, Industriegebiet Liesing) besteht. Mit rd. 700 ha ist das Zielgebiet mehr als doppelt so groß wie die Innenstadt und rd. dreimal so groß wie die Seestadt Aspern. Die drei Gebietsteile sind in ihren unterschiedlichen Nutzungen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit) typisch für die Gesamtstadt wie auch für viele weitere Städte in Europa

Erarbeitete Vision

Die langfristigen Ziele des Smart City Stadtteils in Liesing Mitte sind eine schrittweise Reduktion des CO2-Fussabdruckes bis hin zu Zero-Emission im Jahr 2050, eine Reduktion von Energie- und Rohstoffeinsatz um zumindest den Faktor 10 sowie die Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen. Zugleich soll die Lebensqualität im urbanen Raum bezüglich dessen wesentlicher Funktionen (Wohn-, Arbeits- und Freizeitraum) weiter verbessert und die Finanzierbarkeit der Maßnahmen für öffentliche Haushalte sowie soziale Aspekte (Leistbarkeit der Maßnahmen auch für low-income Haushalte) berücksichtigt werden.
Aufbauend auf diese übergeordneten, langfristigen Ziele wurde für den Zeitraum der SET-Plan Periode (bis Jahr 2020) als wichtigstes operatives Ziel die Realisierung eines Smart City Modellquartiers („li-ving lab“) in Liesing Mitte festgelegt.
Der Modellstadtteil Liesing Mitte soll sowohl in Europa als auch weltweit als „best practice smart city showcase“ sichtbar werden und zugleich eine substantielle Reduktion der CO2-Emissionen noch innerhalb der SET-Plan Periode erreicht werden. Die dabei umgesetzten Maßnahmen am Standort Liesing Mitte sollen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Smart Cities praktisch beweisen.

Erarbeiteter Maßnahmenplan

Innerhalb der Themencluster und Aktionsfelder wurden insgesamt rd. 100 unterschiedliche Maßnahmen bzw. Einzelprojekte erarbeitet sowie mehrere Leuchtturmprojekte konzipiert, die integraler Bestandteil der Roadmap sind. Neben Energie- sind das insbesondere Urban Farming Projekte. Die einzelnen Maßnahmen sind dabei jeweils einer von drei unterschiedlichen Kategorien zuordenbar: (a) Strategische Planung, (b) F&E- und Demonstrationsmaßnahmen sowie (c) Umsetzungsmaßnahmen.
Das wichtigste strategische Ziel des fit4set Projektes (1. Ausschreibung), der Aufbau eines internationalen Städtekonsortiums gemeinsam mit den Städten Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam und Gran Lyon, wurde ebenfalls erreicht. Das Konsortium hat sich bereits im Juni 2011 gegenüber Vertretern der Europäischen Kommission präsentiert und danach erfolgreich im ersten europäischen Smart Cities Call eingereicht.
Wichtigster nächster Schritt in Richtung Umsetzung ist eine strategische, energieträgerübergreifende Energie- und Infrastrukturplanung, für die bereits ein Konzept erstellt und die notwendigen Umsetzungspartner ausgewählt wurden, während die Finanzierung hingegen noch offen ist.

Ausblick

Im Zielgebiet gibt es eine große Chancen, noch im Rahmen der SET-Plan Periode (bis ins Jahr 2020) – gemeinsam mit den führendsten Städten in Europa – Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam, Gran Lyon – einen Modellstadtteil in Liesing Mitte zu realisieren, der sowohl in Europa als auch weltweit als „best practice smart city showcase“ sichtbar ist.

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Zuletzt aktualisiert am 05/15/2020

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung

DI Volkmar Pamer
Magistrat der Stadt Wien – MA 21B

Tel: +43(0)1 4000-88142

E-Mail

Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail