Normung für die nachhaltige Entwicklung von Städten und Kommunen

Das Ziel war die Förderung machbarer und nützlicher Smart-City-Indikatoren durch Standardisierung von Grundlagen und Prozessen zur Entwicklung projekt- beziehungsweise stadtspezifischer Indikatorsysteme.

Ausgangssituation

Der weltweit rasch wachsende Anteil von in Städten lebenden Menschen stellt eine große Herausforderung dar: es müssen Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten geschaffen, Infrastruktur- und soziale Einrichtungen zur Verfügung gestellt und Verwaltungsstrukturen angepasst werden – unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der globalen Vernetzung. Die Umsetzung des Begriffes „nachhaltige Stadtentwicklung“ in die Praxis ist für die Einhaltung von Zielen im Umweltbereich (z.B. Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauches, Verbesserung der Luftqualität, …) bedeutend.
Das Konzept einer „Smart City“ ist weit gefasst: Es beinhaltet den Einsatz moderner Technologien, die Einbeziehung der Bevölkerung, Ausbildung, Genderaspekte ebenso wie die Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Umweltschutz. Zur Planung, Steuerung und Kommunikation von Smart City Strategien haben sich Indikatoren bewährt. Allerdings entwickeln derzeit immer mehr Städte ihre eigenen Smart City-Indikatoren. Im Rahmen der 2. Ausschreibung von „Smart Energy Demo – FIT for Set“ wurden in enger Zusammenarbeit mit österreichischen Städten „Smart City-Indikatoren“ entwickelt, welche Informationen über die verschiedenen Bereiche der Stadtentwicklung liefern. Das vorliegende Projekt zieht unter anderem die Ergebnisse aus dem Smart City PROFILES- Projekt heran und gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Smart City-Indikatoren.

Ziele & Ergebnisse

Ziel des Gesamtprojekts „Normung für die nachhaltige Entwicklung von Städten und Kommunen“ ist es, Normungsprozesse zur nachhaltigen Entwicklung von Städten und Kommunen zu unterstützen und die wesentlichen Stakeholder und Akteure in diese Prozesse einzubeziehen. Darüber hinaus soll das Projekt dazu beitragen, eine österreichische Position für die Beteiligung an den internationalen Normungsprozessen zu erarbeiten. Hierfür werden zwei Berichte ausgearbeitet: Teil 1 behandelt „Nationale und internationale Indikatorensets“, Teil 2 beschäftigt sich mit „Potenzialen der Normung und Prozessmodulen“. Beide Berichte sind in sich abgeschlossen. Gegenstand des Berichts zum Teil 1 „Nationale und internationale Indikatorensets“ ist es, angewendete Indikatorensets darzustellen und zu analysieren hinsichtlich Methodik, Ziel, Schwerpunkt, Praktikabilität und Potenziale. Darüber hinaus wurde auch die Genderthematik verstärkt in die Betrachtung mit einbezogen. Für ausgewählte Indikatorensets werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen, insbesondere in Hinblick auf das Thema Normung, getroffen. Schließlich soll dieser Bericht auch eine gute Hilfestellung und Übersicht für Städte bieten, die sich einen raschen Überblick zu Indikatorensystemen sowie deren Nutzen und Anwendung verschaffen wollen.

Innovation

Die zentrale Aussage des Projektes ist, dass eine Normung im Bereich Smart City - sei es bei der Definition von Begriffen oder bei der Harmonisierung von Indikatoren - auf internationaler Ebene bereits seit einigen Jahren erhebliche Bedeutung erlangt hat. Nicht nur der Wunsch nach Vergleichbarkeit der Städte, sondern die Vorteile gemeinsamer Begriffe und besserer Weitergabe von Erfahrungen sprechen für die Standardisierung. Eine zunehmende Aufmerksamkeit wird dieser Entwicklung nun auch in Österreich mit der Gründung eines entsprechenden Normungskomitees (welches übrigens für alle interessierten ProfessionalistInnen offen ist) zuteil. Die Berichte intendieren eine Handreichung und Hintergrundinformationen um Interessierte anzusprechen und dazu zu motivieren sich am österreichischen und am internationalen Normungsprozess zu beteiligen.

Summary

A thorough in-depth analysis of the contents of the relevant standards currently under discussion and of the relevant options for a harmonised European standard is expected to give fresh impetus to, and support, the standardisation of Smart City indicators. An extended advisory board shall enable a national communication process through which the contents of standards established for the purpose of supporting sustainable urban management are guaranteed, along with their practical application and feasibility. Smart City indicators will be based on results obtained through the SED project ‘Smart City PROFILES’ and at the workshop on indicators during the Smart Cities WEEK 2013 in Vienna. They will take account of currently relevant international indicator and evaluation systems. Options and process modules will be developed for both a national and an international standardisation process.

Zuletzt aktualisiert am 05/11/2020

Projektdaten – Begleitprojekt im 4. Call

Projektstart: 23.05.2014
Projektende: 22.05.2015
Genehmigte Förderung: € 40.000
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 40.000

Konsortium

Umweltbundesamt GmbH (Konsortialführer)
ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik
IFZ – Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur - Alpen Adria Universität

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung DI Alexander Storch Umweltbundesamt GmbH +43 (0) 1 31304 - 5965 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail