Shared-Use Outdoor Arbeitsplätze in Wiener Parkanlagen mit PV-betriebener, App-gesteuerter und begrünter Arbeitsinfrastruktur

Um Städte resilient gegenüber Krisen zu machen, sieht eine nachhaltige Quartiersentwicklung die Schaffung alternative Infrastrukturangebote vor. Das Projekt „Vienna Park-Working-Spaces“ schafft erweiterte Nutzungsangebote für das Arbeiten in öffentlichen Grünanlagen in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien. Viele Parks verfügen über ausreichend Raumressourcen und kühlendes Grün, doch die benötigte Arbeitsinfrastruktur fehlt. Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung von Energie-autarken, App-gesteuerten Freiraumarbeitsplätzen in öffentlichen Wiener Parkanlagen, die jegliche notwendige Infrastruktur bereitstellen und ein komfortables Arbeiten, mit elektronischen Geräten, ermöglichen. Unter Einbindung der zuständigen Magistratsabteilungen und relevanter Stakeholder werden zwei Testbeds (Demos) als Experimentierräume in der Stadt errichtet, wissenschaftlich begleitet und in einer Überarbeitungsschleife zu einem entsprechenden Outdoor-Arbeitsinfrastruktur-Prototypen optimiert.

Ausgangssituation

Die Klimakrise verlangt auf Grund steigender Temperaturen auch in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien nach mehr Aufenthaltsmöglichkeiten im begrünten, kühlen Freiraum. Gerade Menschen, die in herkömmlichen Büroräumlichkeiten in dicht bebauten Gebieten der Stadt arbeiten, leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen durch klimawandelbedingt steigende Temperaturen. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen scheint auch die Übertragungsgefahr des Covid-19 Virus im Freien erheblich geringer als in geschlossenen Räumen. Zur Entschärfung der Situation und Steigerung der Resilienz der Stadt Wien als Arbeitsstandort, wäre es daher sinnvoll, Arbeitsplätze und Besprechungsräume zeitweise in den Außenraum zu verlegen.

Ziele & Ergebnisse

Parkanlagen bieten bei Schönwetter während der warmen Monate des Jahres eine sinnvolle Alternative zum Arbeiten in überhitzen Büroräumen. Große bis mittelgroße Wiener Parks verfügen meist über ausreichend Raumressourcen und kühlendes Grün, doch die benötigte Arbeitsinfrastruktur fehlt. Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung von Energie-autarken, App-gesteuerten Freiraumarbeitsplätzen in öffentlichen Wiener Parkanlagen (Vienna Park-Working-Spaces), die jegliche notwendige Infrastruktur bereitstellen. Unter Einbindung der zuständigen Magistratsabteilungen und relevanter Stakeholder werden zwei Testbeds (Demos) als Experimentierräume in der Stadt errichtet, wissenschaftlich begleitet und in einer Überarbeitungsschleife zu einem entsprechenden Outdoor-Arbeitsinfrastruktur-Prototypen optimiert. Integrierte PV-Paneele sollen nicht nur die Arbeitsmodule versorgen, sondern überschüssige Energie in das Stromnetz einspeisen. Eine für die Testbeds entwickelte App steuert den Zugriff auf die shared-use Optionen der Park-Working-Spaces. Als Teil des Projektvorhabens werden künftige Ausbaustufen zur Wien-weiten Umsetzung vorbereitet, um mittelfristig eine Stadt-weite Park-Co-Working-Infrastruktur aufzubauen. Dieses Konzept könnte ein weiteres Angebot der Stadt Wien für ihre Bevölkerung darstellen, das in Folge als Erfolgsmodell aus Wien heraus auf andere österreichische und europäische Städte übertragen werden und über die Stadtgrenzen hinaus kommunalen Mehrwert generieren kann.

Innovation

Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Umsetzung eines Shared-use Co-Working Outdoor Arbeitsplatz-Angebotes in Wiener Parkanlagen mit PV-betriebener, App-gesteuerter und begrünter Arbeitsinfrastruktur trägt zum infrastrukturellen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel der Smart City Wien und zur Energiewende der Stadt bei. Das Projekt ist in alle sechs Aktionsfelder des Smart Cities Demo Programmes - Boosting Urban Innovations eingebettet. Die Innovationen betreffen die Krisen-Resilienzsteigerung (Klimawandel, Covid-19 Pandemie), die Klimawandelanpassung sowie die Energieversorgung und -nutzung. Die Innovation liegt in der Zusammenführung einzelner bereits vorliegender Forschungsergebnisse zu Teilaspekten der Aufgabenstellung. Es gibt bisher keine ganzheitlichen Entwicklungsansätze zur Schaffung eines App-gesteuerten, PV-betriebenen und begrünten Shared-use Co-Working Space Angebots in öffentlichen Parkanlagen (oder anderen öffentlichen Freiraumtypologien der Stadt).

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die Ergebnisse und geschaffene Wissensbasis aus dem Demonstrationsprojekt befähigt die beteiligten UnternehmerInnen sowie die städtischen AkteurInnen zur Umsetzung der nächsten Park-Working-Spaces Ausbaustufe. Diese wird gemeinsam mit den Beteiligten erarbeitet und vorbereitet.

Stadt als Testbed nutzen

Unter Einbindung der zuständigen Magistratsabteilungen und relevanter Stakeholder werden zwei Testbeds (Demos) in möglichst unterschiedlichen Settings errichtet. Diese werden wissenschaftlich begleitet und in einer Überarbeitungsschleife zu einem Prototypen optimiert. Parallel wird ab der zweiten Hälfte des Projektes eine Vienna Park-Working-Spaces App entwickelt und getestet, um diese in einer angestrebten weiteren Ausbaustufe zur Anwendung bringen zu können.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Nutzen für die Stadtkommunen • Stärkung der Stadt als Arbeits- und somit Wirtschaftsstandort • Erhaltung der Produktivität in Krisenzeiten • Gesteigerte Volksgesundheit • Beitrag zur Erreichung der Klimaziele (grüne Stromerzeugung vs CO2 Ausstoß durch Klimaanlagen) • Beitrag zur Energieversorgung der Stadt (Energieproduktion) • Nutzung des öffentlichen Stadtgrünraumes durch gezielte Steuerung (Planungsinterventionen) • Optimierung von Stadtstrukturen im Klimawandel

Summary

In order to make cities resilient against disturbances and crises, sustainable development sets forth alternatives for infrastructure services that can be used flexibly. The climate crisis demands green and cool public spaces in Cities. Especially people working in conventional office buildings in densely developed areas suffer from worsening working conditions due to rising temperatures. Recent studies have also found that the spread of the Covid-19 Virus is considerably less outdoors than in closed spaces. In order to increase the resilience of Vienna as a work location, it will be useful to temporarily move workstations and meetings into the outdoors. The Project “Park-Working-Spaces. Shared-use Outdoor Working spaces in Viennese Parks with PV-powered and App-controlled working infrastructure” offers the necessary infrastructure in the warm months and during good weather. Small and medium-sized parks in Vienna usually proved enough space and cooling green yet the necessary office infrastructure is lacking. The Aim of the project is therefore the development of energy self-sufficient, app-controlled outdoor working spaces in public parks in Vienna which supply the necessary infrastructure. With the involvement of the responsible municipal authorities and relevant stakeholders, two Testbeds (Demos) will be set up as experimental spaces in the city. These will be accompanied scientifically and will be optimized to an outdoor office infrastructure prototype. Integrated PV-modules will not only supply energy for the office modules, but excess energy will also be supplied into the city grid. A specially developed app will control the usage of the Park-Working-Spaces as a free shared-use infrastructure. Future stages for expansion towards a city-wide implementation will be prepared to allow for the development of a Viennese Park-Co-Working-Network in the medium term. The concept can be adapted for other Austrian and European cities.

Zuletzt aktualisiert am 04/16/2021

Projektdaten – Umsetzungsprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.03.2021
Projektende: 28.02.2023
Genehmigte Förderung: € 108.589
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 180.985

Konsortium

DI Dr Stephanie Drlik (Konsortialführer)
DI Karl Grimm
Universität für Bodenkultur Wien - Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur

Links

Ansprechpersonen

Projektleitung DI Dr Stephanie Drlik lapropos | Landschaftsarchitektur, Nachhaltige Entwicklung, Klimawandelanpassung +43 (0) 665 3908660 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail