Hybrid Grids Demo Hartberg

Gegenstand des Projektes war die Entwicklung und der „Living-Lab“-Testbetrieb einer passiven energieträger- und -netzübergreifenden Verteilnetzbetriebsführung über einen besonders multiplizierbaren Lösungsansatz. Dadurch wurde das städtische Energiesystem in einen funktionalen Energiespeicher (einem Energieschwamm) umgewandelt, welcher große zusätzliche Energiemengen speichern kann. Damit können sowohl kurzfristige Stromüberschüsse und Wärmeenergiedefizite, als auch Schwankungen über Monate im Dargebot der erneuerbaren Energien ausgeglichen werden.

Engagement für eine nachhaltige Entwicklung hat in Hartberg eine lange Tradition. Jetzt zeigt Hartberg, warum das Smart-City-Konzept auch für kleinere Regionen attraktiv ist. Rund 11.000 EinwohnerInnen, kompakte Fläche, historische Innenstadt, Gewerbe- und Geschäftsflächen am Stadtrand: Das steirische Hartberg hat viele Merkmale mit anderen Kleinstädten gemein. Genau deshalb ist es als Smart-City-Vorbild für andere Städte in dieser Größenordnung interessant.

Ausgangssituation

Das Projekt hatte einen neuartigen Projektfokus (Bereitstellung eines „Herzschrittmachers“ für bestehende zentrale Controller) und setzte dort an, wo Entwicklungs- und Know-how-Bedarf bestand (Forcierung einer vielfachen Multiplikation). Dieser Ansatz entsprach der übergeordneten Stadtvision, Roadmap und dem Actionplan der Stadt, welche mit diesem Projekt die CO2-Emissionen signifikant reduzieren und die eigenen Stadtwerke stärken wollte.

Ziele & Ergebnisse

Im Stadtgebiet Hartberg sollte dazu das städtische Energiesystem in einen funktionalen Energiespeicher umgewandelt werden, welcher große zusätzliche Energiemengen speichern kann. Prioritäre Ziele waren die Entwicklung und der Testbetrieb eines innovativen, flächendeckenden und integrierten Energieschwamm-Systems für Strom, Wärme und Kälte bzw. deren Netze. Die Energieflüsse sollten netz- und energieträgerübergreifend sowie in Echtzeit optimiert werden.

Innovation

Im Mittelpunkt stand ein neuer technischer Ansatz über einen zentralen Optimierer, der parallel zur vorhandenen Regelinfrastruktur implementiert wird und der die dezentralen Akteure (Erzeuger und Verbraucher) mit Empfehlungen versorgt sowie Informationen von dieser Infrastruktur bezieht. Somit erfolgte kein aktiver, sondern ein passiver Eingriff in die sensible Netzregelung. Die dezentralen Akteure bekommen somit auch ein wirtschaftliches Anreizsignal und können manuell oder automatisiert entscheiden, ob sie Empfehlung bzw. Anreiz annehmen oder nicht.

Summary

Purpose of the project was the development and the "Living Lab" test operation of a passive energysource- and network-wide distribution management (= energy sponge) over a particularly multipliable approach to harmonize network profiles, increase direct utilization rate of renewables in the project area and surrounding areas, increase efficiency in the generation / distribution and consumption as well as for comprehensive integration of renewables in the city of Hartberg. The focus of the project was a new approach: Central optimizer + passive network control + business model (new / local aggregation level) + Living Lab

Zuletzt aktualisiert am 03/12/2019

Projektdaten – Umsetzungsprojekt im 4. Call

Projektstart: 25.04.2015
Projektende: 24.04.2019
Genehmigte Förderung: € 1.739.600
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 3.298.156

Konsortium

Forschung Burgenland GmbH (Konsortialführer)
Technische Universität Wien Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe
Stadtwerke Hartberg Verwaltungs Gesellschaft m.b.H.
4ward Energy Research GmbH
TBH Ingenieur GmbH
General Electric Austria GmbH
Venios Österreich GmbH

Projektergebnisse

Ansprechpersonen

Projektleitung DI Markus Puchegger Forschung Burgenland GmbH +43 (0) 5 7705 - 5434 +43 (0) 664 1616656 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag. Heinz Buschmann, MSc +43 (0)1 585 03 90 E-Mail