FIRST: Frugale Innovationen für resiliente Städte

Ziel des Vorhabens FIRST ist die transdisziplinäre Entwicklung eines Bewertungsschemas für frugale Innovationen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und zur Identifizierung ihres Potenzials zur Umwandlung zukünftiger Herausforderungen hinsichtlich Resilienz im städtischen Gebiet in Chancen. Die hierfür im Fokus stehenden Prozesse stellen Ressourcenschonung, den Beitrag zu sozialer Inklusion und Lebensqualität, Digitalisierung sowie explizit die Kreislaufwirtschaft und Strategieentwicklung zur Anpassung an den Klimawandel in den Vordergrund. Aus dem entwickelten Bewertungsschema wird ein Überblick über validierte Good-Practice Beispiele mit hohem Transfer- und Umsetzungspotenzial für Pionierprojekte in Österreich hervorgehen.

Ausgangssituation

Frugale Innovation stellt einen disruptiven Innovationsprozess dar, der von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung eines Produkts oder einer Dienstleistung, nicht nur die individuellen und gesellschaftlichen, sondern auch die ökologischen und ökonomischen Kosten zu minimieren versucht. Dieser Innovationsbegriff adressiert somit in der Nachhaltigkeitsdiskussion zur gesamten Supply Chain von (neuen) Produkten und Services nicht nur die herkömmlichen Preis- und Kostendimensionen, sondern auch die sozialen und gesellschaftlichen. Die damit verbundenen Entwicklungs- und Produktionsprozesse sind spezifisch auf lokale Bedürfnisse, verfügbare Ressourcen, den Stand der Technik, und die regionale Nachfrage ausgerichtet. Durch die starke Fokussierung auf die Nutzbarkeit und die aktive Einbindung der EndkundInnen birgt frugale Innovation hohes Potential für eine Demokratisierung der Produktionsprozesse und die soziale Inklusion einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen. Während frugale Innovationsprozesse in Entwicklungsländern mittlerweile erfolgreiche Praxis darstellen, stellt ihre Anwendbarkeit, speziell in den urbanen Räumen westlicher Industriestaaten, eine noch ungeklärte Herausforderung dar. Es gilt zu klären wie und welche konkreten frugalen Innovationen die zentralen Probleme urbaner Räume lösen können.

Zuletzt aktualisiert am 06/09/2021

Projektdaten – Begleitprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.06.2021
Projektende: 30.11.2021
Genehmigte Forschungsförderung: € 39.973

Konsortium

FH Technikum Wien (Konsortialführer)

Ansprechpersonen

Projektleitung Natalie Taupe, PhD FH Technikum Wien +43 (0) 1 3334077 - 7482 E-Mail
Projektleitung Dr. Susanne Schidler FH Technikum Wien +43 (0) 1 3334077 - 5909 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail