FIKUS: Finanzierungs-Instrumente für Kleinere Und mittlere Städte

Ausgangssituation

Städte emittieren nicht nur einen hohen Anteil der globalen CO2-Emissionen, sie tragen durch geeigne-te Umweltinitiativen auch maßgeblich zur Erreichung einer angestrebten Klimaneutralität bei. Wichtige Impulse für grüne und langfristige Lösungen entstammen dabei häufig den städtischen Entscheidungs-träger:innen, welche sich bspw. für den Kauf emissionsarmer öffentlicher Verkehrsmittel oder die Er-richtung energieeffizienter Wohnungen für ihre Bürger:innen entscheiden. Während große Städte über verhältnismäßig gut ausgestattete, fachlich spezialisierte Verwaltungen und oft über stadteigene Infra-strukturanbieter verfügen, stehen kleinere und mittlere Städte vor der Herausforderung, großvolumige Stadtentwicklungsprojekte mit deutlich geringeren Eigenmitteln und Ressourcen verfolgen zu müssen.

Innovation

Neben personellen und administrativen Restriktionen, stellt sich somit insbesondere die Frage nach der Finanzierung von urbanen Initiativen und Infrastrukturen in kleineren und mittleren Städten. Im Hinblick auf diese Frage rücken – neben den klassischen nationalen Finanzierungsmöglichkeiten und den inter-nationalen Förderprogrammen – immer mehr Instrumente der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie der sogenannten „grünen“ Finanzierung in den Vordergrund. Ziel des vorliegenden Projekts ist eine umfassende Untersuchung der auf nationaler und internationaler Ebene existierender Finanzie-rungsinstrumente sowie die Ermittlung ihres Potenzials zur Aktivierung möglichst viel Kapitals für nach-haltige Projektumsetzungen in kleineren und mittleren Städten. Das Projekt bietet einerseits eine detaillierte Übersicht der existierenden Finanzierungsinstrumente im Bereich der Transformation und eine Einschätzung ihrer Nutzbarkeit für die österreichischen Städte („Angebotsseite“). Andererseits verfolgt es einen nutzerzentrierten Ansatz mit der Analyse der Rand-bedingungen, Herausforderungen und Bedarfe der kleinen und mittleren Städte im Umgang mit Finan-zierungsinstrumenten zur Finanzierung der städtischen Transition („Nachfrageseite“). Dazu werden die konkreten Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen den bestehenden Finanzierungsangebo-ten und der für die Adsorptionsfähigkeit der Städte maßgeblichen Ausstattung der nachfragenden Städ-te untersucht. Aus dem Zusammenspiel der Charakteristika des Angebotes und der Nachfrageseite werden Hand-lungswege und Möglichkeiten (bspw. des „Pooling“) analysiert, um das Umsetzungspotenzial von EIB-Instrumenten in Österreich abzuschätzen. Der Forschungsansatz basiert auf einer Dokumenten- und Projektanalyse der bestehenden Finanzierungsangebote, Fokusgruppen und ergänzenden Interviews. Nationale und internationale Fallstudien, sowie SWOT- und Potenzialanalysen ergänzen das For-schungsdesign. Als Projektergebnis entstehen neue Erkenn

Zuletzt aktualisiert am 02/04/2022

Projektdaten – Begleitprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.02.2022
Projektende: 30.09.2022
Genehmigte Förderung: € 71.962
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 71.973

Konsortium

ÖIR GmbH

Ansprechpersonen

Projektleitung DI Dr. Erich Dallhammer E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail