Antonius und Fatima

Entwicklung eines integrativen Konzepts zur klimaresilienten Modernisierung der Südtirolersiedlung in Bludenz

Ausgangssituation

Die Südtirolersiedlung in Bludenz wurde in mehreren Bauetappen beginnend im Jahr 1942 errichtet und besteht heute aus rund 400 Wohnungen. Innerhalb und im direkten Umfeld der Siedlung befinden sich soziale, öffentliche und kommerzielle Einrichtungen wie Kirche, Kindergarten, Schule, Gastronomie, Hotellerie und Bergbahn. Entsprechend dem Alter des Quartiers und den aktuellen Lebensbedürfnissen der lokal lebenden Menschen ist umfassender Modernisierungsbedarf auf Quartiersebene und Gebäu-deebene gegeben. Im aktuell laufenden Stadt-der-Zukunft-Projekt „SüdSan“ wird eine Mustersanie-rung von zwei Gebäuden der Siedlung demonstriert.

Ziele & Ergebnisse

Das Sondierungsprojekt „Antonius und Fatima” beschäftigt sich mit der städtebaulichen Modernisierung des Quartiers, also den Frei- und Grünräumen, den sozialen Einrichtungen, Gemeinschaftsnutzungen, dem Mobilitäts- und Energiesystem des Quartiers - also mit all jenen Infrastrukturen außerhalb der Ge-bäude. Das Sondierungsprojekt erarbeitet mit Hilfe eines Living Labs praktikable und bedarfsgerechte Umset-zungsbausteine für das Quartier. Das Living Lab fungiert dabei als Dialogplattform zwischen Fachexperti-sen, Eigentümerinnen (Alpenländische und Stadt Bludenz) und den Nutzer:innen. Strategische Ziele der Umsetzungsbausteine sind, einerseits das baukulturelle Erbe dieses Siedlungs-typs zu erhalten und andererseits das Quartier klimaresilient zu machen. Für den Bauträger und die Stadt liegt das gemein-same Interesse an der Modernisierung des Quartiers insbesondere an einer generellen Attraktivierung sowohl für bereits vor Ort lebenden Menschen aber auch für neue Zielgruppen (z.B. Zuzug von Fachkräften). Im Rahmen der Sondierung werden daher spezifische gesellschaftliche Herausforderungen für diesen Siedlungstyp aufgegriffen: dazu zählen Defizite der Freiraumgestaltung und an sozialen Infrastrukturen im Lichte aktueller Wohntrends, eine stark ausgeprägte Abhängigkeit vom Autobesitz, Gefahren für Menschen und Infrastrukturen durch Häufung und Intensivierung von Wetter-extremen. Das Projekt befindet sich damit im Gegensatz zum allgemeinen Trend im Umgang mit diesen Quartieren, welche zumeist abgerissen und neu errichtet werden („Re-Constructing”). Das Sondierungsprojekt geht damit auch auf das Thema der Ressourceneffizienz ein. Zentrales Ergebnis der Sondierung ist ein vom Bauträger und von der Stadt als maßgebliche Eigentü-mer:innen vereinbartes Quartiersmodernisierungskonzept als Basis für eine nachfolgende, auf-einander abgestimmte Umsetzung. Die Sondierung bewirkt somit eine Klärung der erforderlichen städ-tebaulichen Schritte und Maßnahmen sowie eine Festigung

Innovation

Das Projekt liefert handlungsanleitende Erkenntnisse für die klimaresiliente Modernisierung von Be-standsquartieren insbesondere in Klein- und Mittelstädten.

Zuletzt aktualisiert am 02/04/2022

Projektdaten – Einstiegsprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.02.2022
Projektende: 31.01.2023
Genehmigte Förderung: € 99.981
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 150.992

Konsortium

Alpenländische Gemeinnützige Wohnbau (Konsortialführer)
Energieinstitut Vorarlberg
smartwärts e.U.
Johannes Elmar Herburger MA
Ernst RAINER - Büro für resiliente Raum- und Stadtentwicklung
Gudrun Sturn
Amt der Stadt Bludenz

Ansprechpersonen

Projektleitung Markus Allgäuer +43 (0) 5522 7598 - 621 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail