alp-INN

Resiliente urbane Freifläche durch Klimawandelanpassungsmaßnahmen am Beispiel DDr. Alois Lugger Platz - INNsbruck

Ausgangssituation

Die fortschreitende Versiegelung unserer wachsenden Städte im Zusammenspiel mit den Auswirkun-gen des Klimawandels führt, durch höhere Abflussraten, verringerte Grundwasserneubildung und feh-lende Evapotranspiration vermehrt zu Überflutungen und einem Anstieg urbaner Hitze sowie dem Hitz-einseleffekt. Durch anhaltenden Bevölkerungszuwachs wächst gleichzeitig der Bedarf nach attraktiven öffentlichen Räumen. Die Stadt Innsbruck, so wie andere Städte, weist eine Vielzahl an versiegelten Plätzen, die zusätzlich mit einer Tiefgarage unterbaut sind, auf. So auch der DDr. Alois Lugger Platz im Innsbrucker Stadtteil Olympisches Dorf. Der Wunsch nach einer Neugestaltung zur Verbesserung der mikro- und bioklimatischen Bedingungen sowie der ganzjährigen Aufenthaltsqualität, besonders im Hinblick auf eine zu erwartende Steigerung von Hitzetagen und Starkregenereignissen, wird sowohl von der Bevölkerung, den lokalen Vereinen, als auch von der Politik gehegt. Das Projekt alp-INN hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Platz durch innovative Klimawandelanpassungsmaßnahmen auf Basis grüner und blauer Infrastruktur und integraler Planung resilient gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu gestalten

Ziele & Ergebnisse

Durchführung einer integralen Planung bei der Freiraumgestaltung involviert alle beteiligten Stakehol-der und steigert die Qualität aber auch die Akzeptanz der Umgestaltung. alp-INN verfolgt einen inter-disziplinären Forschungsansatz und beinhaltet einen integrativen Planungsprozess zur Transformation eines zur Gänze versiegelten Platzes hin zu einem resilienten Stadtteilzentrum mit Leuchtturmwirkung. Die Innovationen innerhalb des Projektes sind durch multifunktionale Klimawandelanpassungsmaß-nahmen sowie durch die Verschränkung technischer, klimatischer und soziologischer Aspekte erkennt-lich. Dieser ganzheitliche Ansatz soll eine von allen Nutzern getragene und auf viele Jahrzehnte ausge-richtete Qualitätsverbesserung des Platzes erzielen und Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden."

Innovation

Das Projekt verfolgt drei innovative Ansätze: (1) Tiefgreifende Anpassungsmaßnahmen trotz Tiefgarage: Durch innovativer grüner und blauer Infrastruktur auf Basis einer Kosten-Nutzen Analyse werden erstmals Lösungsansätze für eine mit einer Tiefgarage unterbauten Freifläche umgesetzt und analysiert. (2) Steigerung der Resilienz urbaner Freiflächen: Durch die Veränderung der Oberflächeneigen-schaften und des Niederschlagsmanagements wird eine Verbesserung der Oberflächenenergie- und Wasserbilanz und somit eine Verbesserung mikro- und bioklimatischer Bedingungen auch im Hinblick auf vermehrt auftretende und länger anhaltende Dürreperioden erreicht. (3) Steigerung von Synergien durch Interdisziplinäre Ansätze und integraler Planung: Eine interdis-ziplinäre Forschungsbegleitung (Umwelttechnik, Soziologie und Stadtgeographie) wird ermit-teln, welche Wirkung die umgesetzten multifunktionalen Maßnahmen auf mikro- und bioklima-tische Bedingungen und das subjektive Wohlbefinden sowie soziale Aktivitäten haben.

Zuletzt aktualisiert am 02/04/2022

Projektdaten – Umsetzungsprojekt im 12. Call

Projektstart: 01.01.2022
Projektende: 31.12.2024
Genehmigte Förderung: € 486.515
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 931.867

Konsortium

Universität Innsbruck Institut für Instrastruktur / Arbeitsbereich Umwelttechnik (Konsortialführer)
Innsbrucker Immobilien GmbH & CoKG
ISD Innsbrucker Soziale Dienste GmbH

Ansprechpersonen

Projektleitung MMag. Klaus Kleewein +43 (0) 512 5360 - 2460 E-Mail
Programm-Management Klima- und Energiefonds Mag.a Daniela Kain +43 (0)1 585 03 90-27 +43 (0)664 886 24 428 E-Mail