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Der Strategische Energie-Technologie-Plan

Zur langfristigen Sicherstellung einer leistbaren und zugleich zukunftssicheren Energieversorgung wurde 2007 auf europäischer Ebene der Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) gestartet.

Ziel des SET-Plans ist es, die Entwicklung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von kohlenstoffarmen Technologien zu unterstützen und zugleich europaweite Forschungs- und Innovationsinitiativen im Bereich innovativer Energietechnologien voranzutreiben. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsstaaten, Industrie, Forschungseinrichtungen und der EU.

Die Investitionen, die insbesondere in Form von Public-Private Partnerships zwischen der Industrie und dem öffentlichen Sektor (auf der Ebene der EU und der Mitgliedsländer) gemeinsam umgesetzt werden sollen, machen den SET-Plan bereits heute zu einem wichtigen Pfeiler der europäischen Technologiepolitik.

Zusammengefasst verfolgt der SET-Plan folgende Ziele:

  • Beschleunigung der Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien (unter anderem: im Kontext von Smart Cities)
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit innovativer Energietechnologien
  • Erbringung wesentlicher Beiträge zur Erreichung der EU 20-20-20-Ziele bis 2020:
    • Fokus auf Demonstration und Umsetzung
    • Nutzung der Technologien mit dem größten Potenzial
    • Umsetzung großer Projekte oder Projektbündel

Im Wesentlichen wird der SET-Plan durch folgende Instrumente bzw. unter Einbeziehung folgender Akteursgruppen umgesetzt:

  • Europäische Technologie- und Innovationsplattformen (European Technology and Innovation Platforms – ETIPs)
  • Europäisches Energieforschungsbündnis (European Energy Research Alliance – EERA).

Weitere Komponenten des SET-Plans sind die SET-Plan Steuerungsgruppe und das Informationssystem (SETIS).

Innerhalb der Europäischen Technologie- und Innovationsplattformen werden die im SET-Plan konkret vorgeschlagenen Maßnahmen bis 2020 umgesetzt. Diese groß angelegten Plattformen zwischen Wissenschaft, Forschung und Industrie umfassen eine kritische Masse von Aktivitäten und Akteuren mit dem gemeinsamen Ziel, die industrielle Energieforschung und -innovation zu stärken.

Das Europäische Energieforschungsbündnis ist ein Zusammenschluss von über 170 führenden öffentlichen Energieforschungsinstitution und Universitäten in der EU. Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Forschungsprogramme (Joint Programmes), um Europäische und nationale Finanzierungsmittel, Ressourcen und Synergien bestmöglich zu bündeln. Bis Februar 2018 wurden 17 Joint Programmes gestartet, eines davon ist dem Thema Smart Cities gewidmet: Das EERA Joint Programme on Smart Cities wird von AIT koordiniert.

Innerhalb des SET-Plans wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die aus hochrangigen VertreterInnen der EU-Länder sowie aus Island, Norwegen, der Schweiz und der Türkei zusammengesetzt ist. Dadurch soll einerseits eine bessere Abstimmung zwischen den verschiedenen Forschungs- und Innovationsprogrammen auf europäischer bzw. nationaler Ebene und den Prioritäten des SET-Planes erfolgen. Andererseits soll die Steuerungsgruppe dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen nationalen Programmen zu intensivieren, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Wirkung von öffentlichen Investitionen zu erhöhen.

Das SET-Plan Information System (SETIS) versteht sich als Plattform, die Informationen über den aktuellen Stand der kohlenstoffarmen Technologien bietet, und darüber hinaus als Instrument für die Bewertung der Auswirkungen von Energietechnologiepolitiken. Das Tool überprüft das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschiedener technologischer Varianten, schätzt die jeweiligen Implementierungskosten ab und bietet damit wertvolle Information für die verschiedenen NutzerInnen (private Unternehmen, Handelsverbände, internationale Organisationen und Finanzinstitutionen).

 
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