Reuse & Upcycling Zentrum Graz Süd

Mit dem Projekt Smart UP sollte gezeigt werden, dass eine derzeit wenig attraktive Industriebrache durch einen innovativen Nutzungsmix aus Gewerbe, Büros und sozialer Infrastruktur (wie z.B. Kindergarten) zu einem nergie- und ressourceneffizienten Quartierszentrum umgewandelt werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Sondierung bilden die Basis für eine später geplante Umsetzung und sollen allgemein gültige Erkenntnisse für die Transformation von innerstädtischen Industrie- und Gewerbebetrieben in Richtung energie- und ressourcen-schonende „Innovation Districts“ bringen.

Initial situation

Das für das Projekt Smart UP vorgesehene Areal liegt im Zentrum des von der Stadt Graz im Stadtentwicklungskonzept 4.0 definierten Smart City Zielgebiet GRAZ SÜD. Die Nähe zum Stadtzentrum und die Lage an der Mur, die durch den Bau eines Wasserkraftwerkes als attraktiver Lebensraum aufgewertet werden soll, die bereits vorhandenen Gewerbebetriebe, deren Fokus im Bereich Ressourceneffizienz durch Reuse, Upcycling, Recyclings und der Wiederverwertung von Abfall liegt, sowie die unmittelbare Nachbarschaft zum Fernwärmeheizwerk Puchstraße bieten hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung eines energie- und ressourcenschonenden Innovationszentrums (innovation district).

Goals & results

Ziel des Projekts ist es, optimale Voraussetzungen zu schaffen, damit sich dieser Stadtteil zu einem energie- und ressourcenschonenden Stadtquartier als Innovationszentrum entwickelt. Im Bereich um die derzeit bestehende Halle der BAN Sozialökonomische BetriebsgmbH (BAN) soll in Zusammenarbeit mit den umgebenden Gewerbebetrieben ein Reuse- & Upcycling-District entwickelt werden. Durch eine intelligente Vernetzung der bestehenden Objekte mit unterschiedlicher Nutzung soll ein Ressourcen- und Energieverbund etabliert werden. Der Ausbau des bestehenden Reparatur- und Reuse-Betriebes zu einer vertikalen, gläsernen Upcycling-Fabrik, die Ansiedelung von Büros, Reparaturbetrieben, eines (Reparatur-)Cafes, Upcycling-Shops und einer Kinderbetreuungsstätte sollen das Quartier auf sozialer, ökologischer und energetischer Ebene aufwerten, zusätzliche Unternehmen im Bereich Ressourceneffizienz anlocken und zu einem neuen Stadtteilzentrum machen, in dem Ressourcen- und Energieeffizienz gelebt und zur Schau gestellt wird.

Innovation

Das Forschungsprojekt versucht dem derzeitigen Trend der Verdrängung von innerstädtischen Industrie- und Gewerbeflächen an die städtische Peripherie entgegenzuwirken, indem es energetische, ökonomische und soziale Konzepte für eine nachhaltige, stadtverträgliche Nutzung entwickelt und gleichzeitig Handwerkstraditionen stärkt. Städtische Industrie- und Gewerbebetriebe/Flächen werden nicht als Problemzonen im städtischen Kontext gesehen, sondern als Chance für eine multifunktionale, durchmischte Stadt. Die Kombination aus vertikaler Nachverdichtung, die Optimierung sämtlicher Energie- und Ressourcenströme von Industriegebäuden und die gleichzeitige Etablierung eines attraktiven Stadtquartiers unter Einbeziehung aller NutzerInnen und Verantwortlichen ist in dieser Form sicherlich Neuland. Auf Grund der Komplexität und der ergebnisoffenen Projektstruktur (Sondierung) sind quantifizierbare Verbesserungen nicht darstellbar. Auf Grund der großen Zahl beteiligter/betroffener Akteure und der enormen sozialen Innovation kann eine spätere Umsetzung der Projektergebnisse mit Risiko behaftet sein, wenn unterschiedliche Interessen nicht transparent gemacht werden bzw. ein entsprechend moderierter Interessensausgleich stattfindet. Die frühzeitige Einbindung relevanter Stakeholder in die Quartiersentwicklung soll somit eine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit gewährleisten. Die Öffnung der Entwicklungs- und Innovationsprozesse hin zu einem erweiterten Akteurs-Kreis orientiert sich dabei an den Prinzipien des Living Lab-Ansatzes und basiert auf den Prinzipien von „social innovation“. Als Ergebnis soll ein allgemeingültiges Innovations- und Technologieportfolio für städtische Industriegebiete vorliegen, dessen Impact in den Bereichen Energie- und Ressourceneffizienz, wirtschaftliche und technische Machbarkeit sowie gesellschaftliche Akzeptanz und soziale Nachhaltigkeit liegt.

Summary

“Smart UP” aims to improve the usability of existing potential (commercial structure, proximity to the city centre, etc.) in the Smart City target area of “Graz South”. To this end, a reuse and upcycling district is to be developed around the existing ÖKO-Service Beschäftigungsgesellschaft m.b.H. depot, and a resource and energy network will be established. The establishment of offices, a repair café, upcycling shops, and a childcare facility is intended to increase the social, ecological, and energy quality of the district and reshape it to form a new district centre.

Last edited on 12/17/2019

Projektdaten – Einstiegsprojekt im 7. Call

Project start 01.05.2017
Project end 31.05.2018
Approved funding € 199.829
Approved overall cost € 285.032

Consortium

Öko-Service Beschäftigungsgesellschaft m.b.H (Konsortialführung) (consortium manager)
StadtLABOR Graz - Innovationen für urbane Lebensqualität
Saubermacher Dienstleistungs-Aktiengesellschaft
Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie - Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC)

Project results

Contact

Project lead DI Heimo Staller AEE INTEC - Institut für nachhaltige Technologien +43 (0) 3112 5886 - 364 E-Mail
Program management Klima- und Energiefonds Mag. Heinz Buschmann, MSc +43 (0)1 585 03 90 E-Mail