Smart Living in Klagenfurt Harbach

In Klagenfurt Harbach entstand ein neuer, attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für rund 3.000 BewohnerInnen nach den Kriterien einer Smart City mit möglichst hoher Lebensqualität geschaffen. Die Errichtung der 950 wohnbaugeförderten Wohneinheiten ist in zwölf Bauabschnitten erfolgt. Im Rahmen des Sondierungsprojekts „Smart Living in Klagenfurt Harbach“ (kurz: SLiKH) wurde neben den technologischen Aspekten für die Gebäude, den Smart-Home-Applikationen und dem nachhaltigen Mobilitätskonzept auch großes Augenmerk auf die Grün- und Freiraumgestaltung (auch Dach- und Fassadenbegrünung zum Schutz gegen die zunehmende Klimaerwärmung), die soziale Durchmischung (attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für alle, gesellschaftliche Akzeptanz) und die Schaffung von sozialen Angeboten gelegt.

 Ausgangssituation

Die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 90% zureduzieren und sich zu einer Smart City zu entwickeln. Ausgangspunkt ist das Siedlungsgebiet Klagenfurt-Harbach, wo in 12 Bauabschnitten 850 wohnbaugeförderte Wohneinheiten für rund 1.700 BewohnerInnen nach den Kriterien einer Smart City entstehen sollen. Durch die schrittweise Bebauung in jährlichen Abständen kann jede weitere Baustufe von der vorhergegangenen lernen. Neben den technologischen Aspekten für Gebäude, Smart Home Applikationen und einem nachhaltigen Mobilitätskonzept, wird ein großes Augenmerk auf die Grün- und Freiraumgestaltung (auch Dach- und Fassadenbegrünung zum Schutz gegen die zunehmende Klimaerwärmung), die soziale Durchmischung (attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für alle, gesellschaftliche Akzeptanz) und die Schaffung von sozialen Angeboten (Steigerung der Lebensqualität) gelegt. Eine Betreuungseinrichtung ist bereits vor Ort und hat die Absicht als Quartiersmanager für das Funktionieren der sozialen Einrichtungen und des Zusammenlebens in diesem neuen Stadtteil zu sorgen.

Ziele & Ergebnisse

Ziel des Projekts ist es, durch den Einsatz von neuester Technologie und aktuellen Ansätzen aus der Wissenschaft und Forschung, einen attraktiven Lebensraum für BewohnerInnen im Stadtgebiet Klagenfurt Harbach zu entwickeln. Durch Expertisen der ProjektpartnerInnen soll es gelingen für die Bereiche Gebäudetechnik und Infrastruktur, Mobilität, Grün- und Freiraum sowie soziale Innovationen Maßnahmen zu treffen um Energiekosten einzusparen, Treibhausgasemissionen zu vermeiden und soziale Inklusion zu fördern. Darüber hinaus nimmt das Projekt SLiKH eine Art Vorreiterrolle in der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee ein und zukünftige Smart City Projekte können sich danach orientieren. Im Rahmen des Projektes „SLiKH – Smart Living in Klagenfurt Harbach“ wurden Handlungsempfehlungen für die Bereiche Gebäude und Infrastruktur, Mobilität und Grünraumausgearbeitet. Aus den Ergebnissen der einzelnen Arbeitspakete konnten diverse Leitfäden gewonnen werden, welche für zukünftige Projekte hilfreich sein können. Im Bereich der Gebäudetechnik wird, abgesehen von der zukunftsorientierten Bauweise, vor allem Wert auf den Einsatz von Smart Home Applikationen gelegt. Das Mobilitätskonzept liefert Anreize zur Multimodalität. Hier vor allem zur Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, diversen „sharing“-Angeboten und dem Fußverkehr. Eine klimaangepasste Grünraumgestaltung sorgt für ein angenehmes Klima in der Wohnsiedlung und hilft dabei Energie einzusparen und urbane Hitzeinseln zu vermeiden. Zu guter Letzt fördert das innovative Sozialraumkonzept die Inklusion der zukünftigen BewohnerInnen.

Innovation

Durch die gewonnenen Erkenntnisse aus den Arbeitspaketen sind Leitfäden für die Bereiche Gebäudetechnik, Mobilität, Grünraum und soziale Innovation entstanden. Mit Abschluss des Projekts SLiKH erfolgt die Umsetzung der Planungsmaßnahmen im Wohnbauprojekt „hi HARBACH“. Des Weiteren kann bei zukünftigen Wohnbauprojekten auf eben diese Leitfäden zurückgegriffen werden und energieeffizient und nachhaltig geplant werden. Somit rückt das Ziel der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee näher, sich zu einer Smart City zu entwickeln. Zusätzlich ist das Projekt ein Beitrag zur Strategie der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2050 bis zu 90% an Treibhausgasemissionen einzusparen.

Projektdaten – Sondierungsprojekt im 8. Call aus dem Jahr 2016
Projektstart: 01.02.2017
Projektende: 31.01.2018
Genehmigte Förderung: € 199.980,–
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 258.127,–
Konsortium
Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt – Abteilung Umweltschutz (Konsortialführung)
Forschungsgesellschaft Mobilität – Austrian Mobility Research FGM – Amor gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.
Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung
Symvaro GmbH
Diakonie de La Tour gemeinnützige Betriebsgesellschaft m.b.H.
GM-Plan Technisches Büro GmbH

Forschungsergebnisse in die Praxis überleiten

Die enge Verschränkung von wissenschaftlichen und praktischen Zielen und Fragestellungen ist zentrales Merkmal des Projektes: Das Umsetzungsprojekt baut dabei auf den Ergebnissen der Sondierungsstudie auf. Die Strategie hinter Pocket Mannerhatten setzt Anreize zur qualitätsvollen Nachverdichtung und zum Initiieren von Maßnahmen, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Begrünung.

Stadt als Testbed nutzen

Der starke transdisziplinäre Charakter des Projektes spiegelt sich in der Zusammensetzung des Konsortiums und in dem intensiven Austausch mit unterschiedlichen AkteurInnen (MieterInnen, EigentümerInnen) wider. Vor allem im Rahmen der Partizipationsmaßnahmen werden die Motive, Ziele, Hemmnisse und Wünsche der Beteiligten intensiv untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Umsetzung der Maßnahmen ein.

Kommunalen Mehrwert erzeugen

Zentral für das Projekt sind die Kooperationen mit den PartnerInnen der öffentlichen Hand bzw. Verwaltung. In diesem Kontext ist beispielsweise die Nominierung des Projektes als Kandidat der IBA_Wien und die Zusammenarbeit mit den Magistratsabteilungen MA 20 und MA 50 zu nennen. Speziell für die Übertragbarkeit der Erkenntnisse sind diese Zusammenarbeiten wichtig.

Summary

The main goal of the “Smart Living in Klagenfurt Harbach” exploratory study is the creation of a smart city feasibility study for the Klagenfurt Harbach urban development area in preparation for implementation projects. In addition to technological concerns regarding the buildings, the smart home applications, and the sustainable mobility concept, great attention is given to landscaping and open space design, social mix, and the creation of social amenities.

Last edited on 06/28/2019

Project results

Contact

Project lead

Dr. Wolfgang Hafner

Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt – Abteilung Umweltschutz

Tel: +43(0)463/537-4886

E-Mail