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Smart Cities in Practice

Michael Lobeck und Tanja Siems stellten Smart-Cities-Projekte aus der Praxis vor.
Hans-Günter Schwarz vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie spricht über Smart Cities als neue Herausforderung für die Forschungsförderung und -finanzierung durch die hohe Komplexität der Projekte.

T-City Friedrichshafen

Michael Lobeck (Universität Bonn)
Michael Lobeck von der Universität Bonn leitete die Begleitforschung zum Smart-City-Projekt “T-City Friedrichshafen” der Deutschen Telekom AG. Die Grundfrage hinter dem Projekt ist jene nach den Chancen, die sich durch den Ausbau neuester Breitbandtechnologien in einer Stadt ergeben. Gleichzeitig wollte die Deutsche Telekom durch dieses Vorzeigeprojekt die Konzernreputation steigern. Die Deutsche Telekom verfolgte in dem Projekt einen integrierten Smart-City-Ansatz und bezog die Bereiche Tourismus und Kultur, BürgerInnen, Stadt und Staat, Gesundheit und Betreuung, Wirtschaft und Arbeit, Lernen und Forschen, Mobilität und Verkehr mit ein. Daraus ergaben sich insgesamt 40 Projekte (z.B. Kindergarten-Onlineportal, Smart-Metering, smartes Blutzuckermessgerät, eine App für Hauselektronik etc.). Das Fazit nach 5 Jahren und 80 Mio € Investition: “its complicated”. Die Lebensqualität in Friedrichshafen war bereits vor dem Projekt hoch, es war also schwer, sie spürbar zu erhöhen. Was können zukünftige Smart-City-Projekte vom T-City Projekt lernen? Einerseits müssen die Projektziele transparent gemacht werden, denn nur dadurch können sich Menschen damit identifizieren. Andererseits muss viel Kommunikationsarbeit geleistet werden, denn “Smart-City-Projekte sieht man nur sehr schwer”.

Urbane Kultur und Transformation: Von der Planung in die Realisierung

Tanja Siems (Bergische Uni Wuppertal & Archit. T2 spatialwork London)
Tanja Siems stellte die Case Story „Umgestaltung des Dr.-Schweizer-Squares“ in Brüssel vor: Dieser Platz ist ein großer Verkehrsknotenpunkt. Bis zur Realisierung im Jahr 2012 mussten die Umlegung der Straßenbahn, neue Parkflächen, attraktives Stadtmobiliar sowie eine moderne Bepflanzung geplant werden. Nach der Erneuerung wird der Platz nun auch im Sommer sehr gut angenommen, da Wasserelemente nicht nur die Pflanzen versorgen, sondern auch als Spielplatz für Kinder fungieren. Als ein weiteres nachhaltiges Projektbespiel stellte Tanja Siems ein Low-Budget Vorzeigeprojekt im Convent Garden in London vor. Auf einer Fläche von mehr als 250 m² wurde in einem leerstehenden Raum eine Bühne für Tanzperformances, Lesungen, Workshops und Diskussionen geschaffen. Zum Abschluss präsentierte Frau Siems ein No-Budget-Projekt im Stadtteil Matateo in Madrid.

 

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Projektergebnisse

 
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