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DIin Melanie Lutz

Österreichischer Städtebund

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Smart City Profiles 2.0

Das Projekt Smart City Profiles 2.0 ist eine Kooperation zwischen Städtebund und Klima- und Energiefonds

Der Österreichische Städtebund wurde bereits vom Klima- und Energiefonds eingeladen, im Rahmen des SC-STANDARDS-Projekts zur Normung für die nachhaltige Entwicklung von Städten und Kommunen als Projektbeirat zu fungieren. Des Weiteren wurde 2014 im Austrian Standard Institute (ASI) eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um die in Österreich entwickelten Indikatoren und Interessen in die stark von Frankreich getriebenen Standardisierungsbestrebungen von Smart Cities einzuspielen. Der Städtebund arbeitet aktiv in dieser Arbeitsgruppe mit.

Im Projekt Smart City Profiles 2.0 sollen im Rahmen einer Kooperation die vorliegenden Stadtprofile aus Smart City Profiles aktualisiert, die Indikatoren verbessert bzw. vertieft und bei Bedarf erweitert werden. Dazu zählt auch die Verschneidung der Indikatoren mit bestehenden Systemen wie e5-Gemeinden. Des Weiteren sollen Hemmnisse wie die fehlende Datenverfügbarkeit auf kommunaler Ebene aufgezeigt, die Grunde dafür erörtert und Lösungsansätze erarbeitet werden. Mittelfristiges Ziel ist es, den Städten und Gemeinden ein Tool in die Hand zu geben, mit welchem diese selbst ihre Entwicklung zur Smart City dokumentieren können.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in den laufenden Prozess zur Normung von Smart Cities eingespielt. Damit kann die praxisorientierte Normung durch Smart-Cities-Indikatoren, auch auf europäische Ebene, vorangetrieben werden. In Österreichs Städten entwickelte und angewandte Indikatoren können als Best-Practice positioniert werden.

Der Österreichische Städtebund koordiniert und steuert dabei die Arbeiten beauftragter Institutionen, sammelt die Informationen beteiligter Städte-und Gemeinden, organisiert Workshops sowie Vernetzungsveranstaltungen und berät den Klima- und Energiefonds bei der Entwicklung einer Strategie hinsichtlich der praxisorientierten Normung von Smart-Cities-Indikatoren.

Inhalte und Zielsetzung von Smart City Profiles 2.0

Aufbauend auf den Vorarbeiten verfolgt Smart City Profiles 2.0 folgende Ziele: Beteiligte Städte sollen dabei unterstützt werden, ihre Stadtprofile zu aktualisieren. Des Weiteren sollen durch dieses Projekt alle österreichischen Städte (und in Zukunft auch Städte in anderen Ländern Europas) in die Lage versetzt werden, individuelle Stadtprofile zu erstellen. Dabei sollen die Städte soweit unterstützt werden, dass sie die notwendigen Schritte der Datenerfassung und -verarbeitung selbständig durchführen können. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Tools, das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen dafür bildet, den Städten die notwendige Infrastruktur für den Aufbau der jeweils eigenen Stadtprofile zur Verfügung zu stellen.

Im Rahmen dieses Projekts werden somit die dafür notwendigen Vorarbeiten durchgeführt – insbesondere die Erarbeitung der benötigten Rahmenbedingungen für die Durchführung (Datenverfügbarkeit, Grundlagen zur Indikatorerstellung, Umsetzungsmöglichkeit, Aufwand) sowie die Anforderungen an ein Tool (Feature-Set, Use-Cases, Usability, Erweiterbarkeit, Machbarkeit). Dabei wird grundsätzlich von den inhaltlich bereits im Vorläuferprojekt themenfeld-spezifisch festgelegten Einzelindikatoren ausgegangen. Eine wesentliche Anforderung ist darüber hinaus die Erweiterbarkeit um zusätzliche Indikatoren (z.B. e5-Indikatoren oder Indikatoren aus FP7-Projekten wie PLEEC - Planning Energy Efficient Cities). Diese werden in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Städten im Rahmen von mehreren Workshops erarbeitet.         

Im Rahmen des parallel vom Städtebund beauftragten Projektes (SMART 4all citizens) wurden zusätzlich mögliche soziale Indikatoren durch das Österreichische Institut für Nachhaltigkeit evaluiert und anschließend gemeinsam die Einbettung in Profiles 2.0 diskutiert. Von den vorgeschlagenen Indikatoren wurden prinzipiell Grünflächen, Feinstaubbelastung, Energiearmut, CO2 als interessant eingeschätzt.

Die genaue Definition der Indikatoren, der benötigten Datengrundlagen und Erhebungsmethoden muss erst im Detail erarbeitet werden. Die obige Aufzählung ist daher zum Teil nur als eine Auflistung von Arbeitstiteln zu sehen. Die endgültige Liste soll bis Ende März vom ÖIN erstellt werden.

 
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