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Projektleitung

Univ.-Lektor Dr. Alfred Strigl

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Sustainable Development for Austria: Smarte Stadtentwicklung in Österreich durch verstärkte Ausrichtung auf die SDGs

Ziel der F&E Dienstleistung „SD4Austria“ ist es, die Implikationen der 2016 in Kraft getretenen UN Agenda 2030 für die Akteure der smarten Stadtentwicklung in Österreich darzustellen und dadurch eine Grundlage für die Integration der Perspektiven und Zielsetzungen der Sustainable Development Goals (SDGs) im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Smart-Cities-Initiative zu entwickeln. Das Ziel wird durch: a) Die Identifikation der für eine smarte Stadtentwicklung in Österreich wesentlichen SDGs sowie deren strategischen, methodischen und thematischen Ansatzpunkte und Interdependenzen; b) Die Sichtbarmachung des Beitrags der im Rahmen der Smart- Cities-Initiative durchgeführten Umsetzungsprojekte sowie der darüberhinausgehenden Stadtentwicklungsprojekte zu den SDGs; und c) die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Klima- und Energiefonds zur verstärkten Integration der SDGs im Rahmen der Smart-Cities Initiative sowie zur Erhöhung ihrer Sichtbarkeit, erreicht.

Ausgangssituation

Das Projekt „Sustainable Development for Austria. Smarte Stadtentwicklung in Österreich
durch verstärkte Ausrichtung auf die SDGs“ (kurz: SD4Austria) möchte die Brücke bauen
zwischen den Anforderungen an eine smarte Stadtentwicklung in Österreich und der 2016 in
Kraft getretenen UN Agenda 2030. Diese hat mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable
Development Goals, SDGs) und den 169 Unterzielen (targets) auf globaler Ebene die
Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt. Obwohl die Agenda 2030 zahlreiche
Anknüpfungspunkte für eine smarte Stadtentwicklung bietet (vgl. SDG 6, 7, 8, 9, 11, 13, 17),
bedarf es einer Übersetzung der Implikationen dieses politischen Dokuments für die
österreichischen Stadtentwicklungsakteure. Diese Übersetzungsleistung will SD4Austria
erbringen, indem eine Grundlage für die Integration der Perspektiven und Zielsetzungen der
SDGs im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Smart-Cities-Initiative geschaffen
wird.
So werden einerseits die für eine smarte Stadtentwicklung in Österreich wesentlichen SDGs
identifiziert und neue, relevante (strategische, thematische, methodische) Ansatzpunkte für
die österreichischen Zielgruppen der Smart-Cities-Initiative aufgezeigt. Andererseits werden
im Projekt SD4Austria die Beiträge der im Rahmen der Smart-Cities-Initiative durchgeführten
Umsetzungsprojekte sowie die Beiträge weiterer smarter Stadtentwicklungsakteure in
Österreich zu den SDGs (international) sichtbar gemacht.
Schließlich werden mit Hilfe von ExpertInnen und basierend auf den Ergebnissen fundierte,
konkrete, innovative und realisierbare Handlungsempfehlungen für den Klima- und
Energiefonds abgeleitet, die es erlauben, bestehende und zukünftige Smart-City Vorhaben
verstärkt auf die SDGs auszurichten.

Ziele und Ergebnisse

In einem ersten Schritt werden die für eine nachhaltige Entwicklung der österreichischen
Städte und Gemeinden relevanten Themen und Aktionsfelder identifiziert, die von der UNAgenda
2030 mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen und 169 Unterzielen adressiert
werden. Außerdem werden die Querverbindungen zwischen der inhaltlichen und
strategischen Ausrichtung der SDGs und den Schwerpunktthemen und Handlungsfeldern der
Smart-Cities-Initiative sichtbar gemacht. Dies ermöglicht es einerseits herauszufinden,
welche konkreten Teilaspekte für die smarte Stadtentwicklung in Österreich vorrangig von
Bedeutung sind und andererseits, neue Ansatzpunkte zu identifizieren, die für die
österreichischen Zielgruppen der Smart-Cities-Initiative interessant sein könnten. Als
Ergebnis der Analyse wird eine auf die Smart-Cities-Initiative bezogene Auswahl aus den
SDGs vorliegen, sowie eine Begründung, warum diese speziell für die Zielgruppen des
Programms relevant ist.

In einem zweiten Schritt wird der Frage nachgegangen, inwiefern österreichische Akteure –
sei dies im Rahmen der Smart-Cities-Initiative oder darüber hinaus – bereits einen Beitrag
zur Umsetzung der SDGs leisten. Hier soll einerseits der Beitrag der im Rahmen der Smart-
Cities-Initiative durchgeführten Umsetzungsprojekte zu den SDGs identifiziert und sichtbar
gemacht werden und dabei insbesondere auch Ansatzpunkte für gute Praxis aus laufenden
oder bereits abgeschlossenen Smart City Demo-Projekten destilliert werden. Anderseits gilt
es herauszufinden, inwiefern sich weitere Stadtentwicklungsakteure in Österreich (abseits
der Smart-Cities-Initiative) auf den strategischen Rahmen der Agenda 2030 beziehen.
Eine konkrete Formulierung von Handlungsoptionen und Maßnahmenempfehlungen wird
schließlich die erwarteten Ergebnisse abrunden.

Innovation

SD4Austria unterstützt die Programmstrategie des Klima- und Energiefonds im Schwerpunkt
8 („Smart Cities und Sustainable Development Goals: Anknüpfungspunkte und
Projektpotentiale“) und dient dadurch der strategischen Neu-Ausrichtung des KLIEN in
Bezug auf die SDGs.
Die Problemstellung wird mittels der kritischen Analyse der derzeitigen Initiativen (sowohl
aus der Wissenschaft als auch aus der Stadtentwicklung) im Bereich SDGs und Smart Cities
beantwortet. Die Meinung ausgewählter, relevanter Akteure wird im Ansatz integriert.
Da es sich um eine ausgeschriebene F&E Dienstleistung handelt, bei der die relevanten
Forschungsfragen vorgegeben sind und damit die Ergebnisse direkt dem Auftraggeber
nutzen, wird auch die Umsetzung bzw. Verwendung der Ergebnisse die vom Auftraggeber
vorgesehenen Kanäle verfolgen. Im Rahmen der Zwischen- aber vor allem der
Endpräsentation jedoch können gemeinsam weitere Schritte zur optimalen Nutzung der
Ergebnisse diskutiert und abgestimmt werden.
In AP 4 wird dem Thema Dissemination große Aufmerksamkeit geschenkt, denn hier sollen
Maßnahmen abgeleitet und empfohlen werden, die der besseren (internationalen)
Sichtbarkeit der Smart-Cities-Initiative und ihrer Beiträge zu den SDGs dienen. Hier werden
Vorschläge und Meinungen vom SDG-Board sowie weiteren ExperInnen (vgl. Round Table)
einfließen. Außerdem werden gemäß Ausschreibung geeignete Präsentationsmöglichkeiten
für die Projektergebnisse sondiert (vgl. die Recherche zu (inter-)nationalen Events mit SDGBezug).
Mögliche weitere Verbreitungsmaßnahmen könnten auch Veranstaltungen in
Verbindung mit z.B. europäischen Forschungsförderungs-Netzwerken wie etwa „JPI Urban
Europe“ sein.

 
smartcities: Begleitmaßnahmen